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Verkehrslenkung : ECE: Noch viele offene Fragen zum Baustellenverkehr

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Bauausschuss drängt auf eine regelmäßige Berichterstattung über die Baustelle Holsten-Galerie.

von
erstellt am 08.Feb.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | Ein gebranntes Kind scheut das Feuer: Nach den schlechten Erfahrungen aus der Kollision von Verkehrsversuch und mehreren Innenstadtbaustellen im vergangenen Sommer will die Politik  jetzt offenbar ganz genau wissen, wie die Stadt  Baustellen und Verkehr in Einklang bringen will.

Der Bauausschuss verpflichtete die Verwaltung am Donnerstagabend, künftig  im Ausschuss regelmäßig Bericht zu erstatten, wie sie den Baustellenverkehr  rund um die Großbaustelle Holsten-Galerie steuern und mit den parallel laufenden Straßenumbauten   unter einen Hut bringen will.  

Zwar hatte Tiefbau-Chef Ralf-Joseph Schnittker unlängst öffentlich vorgestellt, wie der Schwerlastverkehr die Baustelle im Zentrum der Stadt anfahren soll (wir berichteten), aber dem Bauausschuss reicht das nicht. Helga Bühse (CDU) legte gleich ein ganzes Bündel offener Fragen  vor, die die Bauverwaltung bis zur kommenden Sitzung beantworten soll. Die Stadt müsse klar darlegen, wie sie mögliche Kollisionen ihrer eigenen Baustellen mit dem Bau des Shopping-Centers vermeiden wolle, forderte Helga Bühse.

Franka Dannheiser  (SPD) sattelte eigene Fragen obendrauf: Reicht der Platz für den  geplanten Baukran auf dem Gänsemarkt? Gibt es Parkzonen an der Rendsburger Straße, wenn mehrere Lastzüge gleichzeitig die   Baustelle  an der Kaiserstraße ansteuern? Wo parken die Bauarbeiter?

 Aufklärung forderte der Ausschuss (erstmals) auch über die seit August vergangenen Jahres gesperrte Fußgängerbrücke an der (alten) Rendsburger Straße.  Anwohner aus der nördlichen Gartenstadt  müssen seit der Sperrung Umwege in  Kauf nehmen  und fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen (wir berichteten). Jetzt soll die Stadt   Farbe bekennen, warum die Schäden so spät erkannt wurden, was die Sanierung kostet und welche Alternativen es gibt.

Einen neuen Anlauf unternahm der Bauausschuss, den Kreisverkehr salonfähig zu machen. Künftig muss sich   die Stadt jede einzelne neue Ampelanlage vom Ausschuss genehmigen lassen und dabei nachweisen, dass  sie die bessere Alternative zum Kreisverkehr oder einer anderen ampelfreien Lösung ist. Der Ausschuss folgte  dem Vorschlag von BFB/Piraten mit fünf zu drei Stimmen.

 Einen Rüffel fing sich trotz seines Abstimmungserfolgs der Antragsteller Peter  Cleve von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras ein. In der schriftlichen Begründung hatte Cleve der Stadtverwaltung „Gängelei“ vorgehalten, und  die Stadtplaner seien „getrieben  von Kontrollwut und einer Manie der Einflussnahme“. „Das verletzt uns“, sagte  Tauras, denn die Verwaltung sei stets um sachliche  Vorschläge bemüht. Auch der Ausschuss-Vorsitzende  Axel Westphal (SPD) ermahnte Cleve, einen sachlichen Ton anzuschlagen.

Der Antrag von BFB/Piraten, auf dem Großflecken  mehrere Zebrastreifen  einzurichten, wurde einvernehmlich bis nach dem Bürgerentscheid  zurückgestellt.

 
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