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Holsten-Galerie : ECE: Jetzt auch Platz  für Dauerparker

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

250 Plätze im Parkhaus können jetzt gemietet werden. Preissenkung: Die erste Parkstunde ist für alle ab dem 1. März kostenlos

Neumünster | Das Parkhaus der Holsten-Galerie an der Kaiserstraße mit seinen 571 Plätzen ist nicht ausgelastet. Meist herrscht spätestens ab der siebten von insgesamt 17 Parkebenen gähnende Leere. Die Kunden steuern lieber das Parkdeck auf dem Dach der Holsten-Galerie an. Deren Betreiber ECE reagiert jetzt mit zwei Maßnahmen, die sich fast ein bisschen nach Verzweiflung anhören.

Nachdem schon im vergangenen Jahr der Tageshöchstpreis gesenkt wurde, ist ab dem 1. März die erste Parkstunde auf dem Deck und im Parkhaus sogar kostenfrei. Man muss dafür auch nicht in der Galerie einkaufen und sich damit die Karte freischalten lassen. „Wichtig ist, dass auch bei einer Parkzeit unter einer Stunde die Parkkarte vom Kassenautomaten geprüft wird. Erst danach ist die Ausfahrt möglich“, teilte die Centermanagerin Mailin Huljus dazu mit.

Ein lang ersehnter Wunsch schon ihres Vorgängers Christian Langsdorff ist inzwischen auch erfüllt. „Wir haben von der Stadt die Genehmigung bekommen, 250 Dauerstellplätze vermieten zu dürfen. Davon sind 150 bereits vergeben, 100 sind noch frei“, sagte Mailin Huljus.

ECE hatte seit der Eröffnung des Parkhauses immer wieder Anfragen von Interessenten bekommen, die einen Dauerplatz mieten wollten. Das war laut der Baugenehmigung wegen der Zahl der nachzuweisenden Parkplätze bisher aber nur für direkte Mieter in der Holsten-Galerie gestattet. Seit dem Abriss des alten Parkhauses und dem Wegfall des Sager-Parkplatzes fehlen viele Dauerplätze. Jetzt hat die Stadt – zunächst befristet für zwei Jahre – eine Ausnahme zugelassen. Seit Anfang Februar können auch Pendler und Anwohner einen Dauerparkplatz im Parkhaus mieten. Für reine Pendler ist das von Montag bis Freitag zum Preis von 40 Euro, für Anwohner durchgehend von Montag bis Sonntag zum Preis von 50 Euro im Monat möglich. Das ist eine Preissenkung, denn bislang war das der Nettopreis für Dauerparker, auf den noch 19 Prozent Umsatzsteuer aufgeschlagen wurde. Der Dauerplatz kostete also 59,50 Euro.

ECE hatte bereits im ersten Halbjahr nach Öffnung der Galerie die Tageshöchstpreise für die Parktickets gesenkt: auf dem Parkdeck von 15 auf 12 Euro, im Parkhaus sogar von 15 auf 6 Euro. Im August 2016 wurden zudem die von vielen Besuchern als zu eng empfundenen Auffahrtrampen auf den unteren drei Parkebenen entschärft. Um den Fahrradius zu vergrößern, hatte ECE auf diesen Ebenen jeweils drei Parkplätze direkt gegenüber der Rampe gesperrt und gibt mit Markierungen auf dem Boden eine Fahrhilfe. Eher kosmetischen Charakter hatten Spiegel für eine bessere Sicht und Gummipuffer für die Kantsteine an den Ein- und Ausfahrten.

Standpunkt

Pragmatische Lösung

Der Streit, ob die Zahl der Parkplätze   für die  Holsten-Galerie ausreicht oder nicht, entpuppt sich im Nachhinein als Sturm im Wasserglas. Ja, der Platz reicht dicke für die Besucher der Galerie.  Dass die Stadt jetzt die strenge Regelung in der Baugenehmigung aufweicht und das Parkhaus auch für Pendler und Anwohner freigibt, ist richtig. Die waren nämlich schon auf den Parkhaus-Vorgänger  angewiesen. Wenn Parkplatz da ist, der auch dringend von Pendlern benötigt wird, wäre es Irrsinn, ihn aus bürokratischen Gründen zu verweigern.

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erstellt am 25.Feb.2017 | 09:00 Uhr

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