Wankendorf : Durchbruch bei der Schulumlage

Die Berechnung der Schulumlage wurde verändert.
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Die Berechnung der Schulumlage wurde verändert.

Nach zwei Jahren: Amtsausschuss beschloss neue Regelung.

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01. April 2017, 06:00 Uhr

Wankendorf | Ohne erneute Diskussion ging es nicht, aber nun steht der Beschluss zur Umlage für die Grundschule in Wankendorf. Nach zweijähriger Debatte fiel die Entscheidung vorgestern Abend auf der Sitzung des Amtsausschusses Bokhorst-Wankendorf, der auf Hof Viehbrook in Rendswühren tagte.

Träger der Schule sind die Gemeinden Stolpe, Wankendorf, Belau und Ruhwinkel. Bisher haben sie jeweils nach Finanzkraft ihre Schulumlage gezahlt. Gemeinden, die wenige Schüler auf der Schule haben, fanden das ungerecht. Wie Amtsvorsteher Jörg Engelmann erklärte, zahlen die Gemeinden nach dem neuen Beschluss 45 Prozent der Umlage nach Finanzkraft und 55 Prozent nach der Schülerzahl. Dabei wird bei der Schülerzahl ein durchschnittlicher Wert jeweils drei Jahre rückwirkend ermittelt.

Unberührt von dieser Regelung bleiben weiterhin die Gemeinden des alten Amtes Bokhorst, Tasdorf, Schillsdorf und Rendswühren. Hier gibt es in Schipphorst und Hüttenwohld jeweils eine Zweigstelle der Schule Wankendorf, die von der jeweiligen Gemeinden unterhalten wird.

Außerdem beschloss der Amtsausschuss, die zurzeit vakante Stelle der Schulsozialarbeiterin wieder zu besetzen. Die volle Stelle ist aus Kostengründen auf eine halbe Stelle reduziert geworden. Besetzt werden soll sie ab Sommer mit einer jungen Frau, die sich auf die Stelle beworben hat.

Schließlich wird das Amt einen offenen Brief an das Land schreiben. „Wir haben keinen Handlungsspielraum“, erklärte der Amtsvorsteher. „Die Pflichtausgaben fressen sämtliches Geld auf.“ Auf diesem Missstand will das Amt hinweisen.  

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