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Holsteinischer Courier

21. September 2017 | 03:40 Uhr

Abenteuer : Durch die Wüste für den guten Zweck

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ira Gülzow und Marina Muthwill nehmen an einer Autorallye durch die Wüste Afrikas teil. Der Erlös kommt bedürftigen Kindern in Mauretanien zugute

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 16:30 Uhr

Vom Kilimandscharo in die Wüste. Im Jahr 2010 hat sie das höchste Bergmassiv Afrikas bestiegen, jetzt geht es für die Neumünsteranerin Ira Gülzow als Rallye-Teilnehmerin in den Senegal. Am 27. April startet sie zusammen mit ihrer Teampartnerin Marina Muthwill aus Elsdorf- Westermühlen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) in Richtung Mauretanien.

Ihre Tour führt sie über Frankreich nach Spanien, wo sie in Tarifa als Teilnehmer von „Dust And Diesel“ auf alle weiteren Teams treffen werden. Gemeinsam setzt der Rallyetross dann mit der Fähre nach Marokko über, um das Ziel, den Senegal, zu erreichen.

Bei „Dust And Diesel“ handelt es sich um eine Amateurrallye, an der jeder teilnehmen kann. Benötigt wird hierfür lediglich ein altes robustes Auto, mit genügend Bodenfreiheit, das am Ende der Rallye verkauft wird. Den Erlös spenden die Teilnehmer anschließend an die Mauretanienhilfe, die 2006 von dem Würzburger Florian Schmidt ins Leben gerufen wurde. Ziel des Vereins, der sich nur durch Spenden finanziert und keine staatlichen Hilfen erhält, ist es, Kindern in Mauretanien ein Zuhause zu bieten, ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen und ihre Familien zu unterstützen.

Die Rallye findet zweimal im Jahr, vom 2. Mai bis zum 20. Mai und vom 28. Dezember bis zum 15. Dezember statt. Inspiriert von der Rallye Paris-Dakar führt sie teils über die gleichen Strecken. Es handelt sich nicht um eine Motorsportveranstaltung, bei der auf Zeit gefahren und am Ende ein Sieger gekürt wird. Gewonnen hat, wer im Senegal ankommt.

Ira Gülzow und Marina Muthwill sind eines von insgesamt 25 angemeldeten Teams der Rallye. Sie treten mit ihrem VW-Bus an, den der Lebensgefährte der Neumünsteranerin gesponsert hat, nachdem der eigentlich ins Auge gefasste Wagen kurzfristig nicht mehr zur Verfügung stand. „Wir möchten unseren Spendern und Unterstützern von Herzen danken“, sagte Ira Gülzow sichtlich gerührt, denn auch das weitere Equipment wurde entweder großzügig gespendet oder sehr günstig zur Verfügung gestellt. „Wahrscheinlich werden wir das einzige Team sein, das aus Frauen besteht“, mutmaßt sie. „Normalerweise fahren entweder Pärchen oder reine Männerteams mit.“ Bedenken hat sie deshalb jedoch nicht.

Ihre Teampartnerin Marina Muthwill ist die Rallye im Jahr 2010 schließlich schon einmal mitgefahren und weiß um die Anforderungen und Tücken der anspruchsvollen Tour. „Ich habe höchstens ein bisschen Angst vor den Fahrgewohnheiten der Einheimischen“, merkt die Elsdorferin scherzhaft an. Die beiden Rallye-Teilnehmerinnen freuen sich auf das Abenteuer. „ So eine Reise lehrt uns, die hier so selbstverständlichen Dinge noch mehr zu schätzen“, sagt Ira Gülzow.

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