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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 15:46 Uhr

Wegen Grippe : DRK warnt vor Blut-Engpass

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Weil viele Spender erkrankt sind, fehlen Blutkonserven. Die Lage im Friedrich-Ebert-Krankenhaus ist noch stabil.

Neumünster | Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schlägt Alarm: „Um die Patientenversorgung in den Kliniken mit lebensnotwendigen Blutpräparaten auch über die kommenden Wochen sicherzustellen, benötigen wir dringend neue Spender“, sagt Kerstin Schweiger, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost. Schuld an dem Engpass ist die Grippe-Welle.

Menschen mit grippalen Infekten oder Grippeerkrankte sind während der akuten Infektion temporär nicht zur Blutspende zugelassen. „Bei Antibiotika zur Behandlung gilt der temporäre Ausschluss bis vier Wochen nach Einnahme“, sagt Schweiger. Das mache sich nun bemerkbar.

„Im Januar war der Zulauf mit 74 Spendern noch gut, aber ich weiß nicht, wieviele jetzt kommen“, sagt Lieselotte Martens, zuständig für die jeden dritten Freitag im Monat stattfindenden Blutspenden im DRK-Haus an der Schützenstraße. Am kommenden Freitag, 20. Februar, von 15 bis 19 Uhr ist es wieder soweit. Zehn Plätze stehen zur Verfügung. „Es ist gut möglich, dass dann weniger kommen als sonst“, sagt Martens.

Ein paar Sorgenfalten hat auch Lutz Schmidt, ärztlicher Leiter des Blutspendedienstes Neumünster im Friedrich-Ebert-Krankenhaus, auf der Stirn. „Das Lager ist noch voll, aber manchmal geht es schnell. Wir merken ebenfalls die Grippe-Welle. Dennoch konnten wir das Spendenaufkommen bisher auf einem normalen Niveau halten“, sagt er. Hauptgrund: Anfang des Jahres hat der Blutspendedienst die Servicezeiten verlängert und die Spenderäume im FEK vergrößert. Nun kann man dort neben Blut auch Blutplasma spenden (der Courier berichtete). „Durch eine Kampagne konnten wir viele neue Spender gewinnen, das entspannt die Lage etwas“, so Schmidt. Aber: „Es reichen ein paar schlechte Tage und schon sieht die Lage anders aus.“

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 72. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell an dem Termin geprüft. Zwischen den Blutspenden müssen jeweils mehrere Wochen vergehen, damit sich der Körper regenerieren kann.

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erstellt am 17.Feb.2015 | 12:00 Uhr

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