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Schwerer Unfall : Drei Verletzte auf der A7 – Gaffer werden bestraft

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

40-Tonner rutscht in den Graben / Chemikalien müssen geborgen werden / Polizei notiert filmende Gaffer

Neumünster | Bei einem Verkehrsunfall mit einem Sattelzug und einem Pkw auf der A7 an der Anschlussstelle Nord Richtung Flensburg ist gestern Mittag der Fahrer eines VW Caddy aus dem Kreis Plön (65) schwer verletzt worden. Seine Beifahrerin (64) sowie der Lkw-Fahrer aus Osteuropa (27) kamen mit leichten Verletzungen ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus. Die Auffahrt Nord sowie zwei Fahrstreifen der Autobahn waren bis in die Abendstunden für Aufräumarbeiten gesperrt. Der Verkehr staute sich auf bis zu zehn Kilometern.

Nach Angaben der Polizei wollte der Lasterfahrer auf der rechten Fahrspur offenbar einem Fahrzeug ausweichen, das unvermittelt auf die Autobahn einscherte. In der Folge verlor der Fahrer des Lastzuges die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Sattelzug geriet nach rechts von der Fahrbahn, kollidierte mit dem VW, drehte sich und geriet in den Graben. Glück im Unglück: Die im Auflieger neben Getränken gelagerten Chemikalien blieben ebenso wie der Tank der Zugmaschine unbeschädigt. Die Feuerwehr rückte mit beiden Gefahrgutzügen aus und barg die Flüssigkeiten. „Wir haben zunächst Rücksprache mit Chemikalienexperten gehalten“, sagte Rainer Scheele, stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr. Allerdings musste der Gefahrgutzug am Abend nochmal ausrücken, um bei der Bergung des Lkw auslaufendes Getriebeöl einzudämmen. Der Schaden liegt laut Polizei bei 230  000 Euro.

Probleme bereiteten der Autobahnpolizei wie so oft Gaffer. Auf der Gegenrichtung behinderten sie den Verkehr, filmten zum Teil den Unfall. Eine extra eingesetzte Polizistin schrieb innerhalb von einer Stunde 32 Kennzeichen auf. Diese Fahrer erhalten nun ein saftiges Bußgeld.

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erstellt am 17.Mai.2017 | 08:10 Uhr

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