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Sparkasse Südholstein : Drei Filialen in Neumünster machen zu

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gartenstadt, Böcklersiedlung und Brachenfeld-Ruthenberg betroffen. Als Grund nennt das angeschlagene Unternehmen sinkende Kundenfrequenzen und steigende Kosten.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Kunden der Sparkasse Südholstein in der Gartenstadt, in der Böcklersiedlung und in Brachenfeld-Ruthenberg müssen sich auf längere Wege zu ihrem Geldinstitut einstellen. Zum 15. Januar kommenden Jahres schließt das Unternehmen seine Filialen an der Röntgenstraße, Max-Richter-Straße sowie an der Hauptstraße. Als Grund dafür gibt die Sparkasse sinkende Kundenfrequenzen bei steigenden Kosten an. Die Mitarbeiter sollen an andere Standorte wechseln, Entlassungen sind nicht angekündigt. Abgebaut werden zudem die Geldautomaten in den Holstenhallen, bei Karstadt sowie in der SB-Filiale an der Kieler Straße 31.

„Immer mehr Kunden nutzen Internet oder Telefon, um ihre Bankgeschäfte von zu Hause oder unterwegs zu erledigen. Vor diesem Hintergrund wird es schwieriger, unser umfangreiches Leistungsangebot in gleicher Art und Weise an allen Standorten vorzuhalten“, begründet der Vorstandsvorsitzende Ralph Schmieder den Schritt. Oliver Stolz, Vorsitzender des Verwaltungsrates, erklärt, die Konsolidierung der angeschlagenen Sparkasse Südholstein sei wichtig für Kunden, Mitarbeiter und die Region. „Die Zusammenlegung der Filialen ist sorgsam abgewogen worden. Sie orientiert sich auch am jeweiligen Kundenverhalten vor Ort.“

In die gleiche Kerbe schlagen Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und die CDU-Fraktionsvorsitzende Babett Schwede-Oldehus. Beide sitzen gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Uwe Döring ebenfalls im Verwaltungsrat. „Die Schließungen sind sehr bedauerlich. Die Infrastruktur in den betroffenen Stadtteilen verschlechtert sich“, sagt Tauras. Allerdings sei es wichtig, das Unternehmen nachhaltig zu stabilisieren, da es eine hohe Bedeutung für die Bürger und die lokale Wirtschaft habe. „Der Schritt war unumgänglich“, so der OB. Er kündigt an, nun das Gespräch mit den drei Stadtteilbeiräten zu suchen.

„Ich habe große Bauchschmerzen“, gesteht auch Babett Schwede-Oldehus ein. Dennoch habe es aus unternehmerischer Sicht keine andere Möglichkeit gegeben. „Die Sparkasse muss ihre eigenen Strukturen generell überholen, das hätte schon lange angeschoben werden müssen“, sagt sie und schlägt eine Ausweitung der SB-Filialen vor. Döring war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Geschlossen werden zum 15. Januar auch die Filialen in Hartenholm (Kreis Segeberg), Sparrieshoop, Brande-Hörnerkirchen, Hasloh, Krupunder, Pinneberg-Waldenau, Appen und Holm (alle Kreis Pinneberg). Die Geldautomaten in Sülfeld, bei Dodenhof (Kaltenkirchen) und Möbel Kraft (Bad Segeberg) fallen weg.

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