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Jubiläumskonzert : Drei Chöre – ein großes Klangerlebnis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einbahn-Männerchore, Holstein-Chor, Liedertafel Boostedt und Orchester sangen gemeinsam.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 15:00 Uhr

Neumünster | „Singe, wem Gesang gegeben“: Mit einem Festkonzert in der Aula der Klaus-Groth-Schule feierte der Eisenbahn-Männerchor am Sonnabend den Höhepunkt der Feierlichkeiten zu seinem 90-jährigen Bestehen.

Doch die Eisenbahner standen mit ihrem Chorleiter Manfred Braun nicht allein vor ihrem rund 150-köpfigen Publikum. Als Gäste trugen der Holstein-Chor unter der Leitung von Hans-Georg Wolos und die Liedertafel Boostedt, ebenfalls von Manfred Braun dirigiert, sowie das Bahn-Sozialwerk-Blasorchester (BSW) zum abwechslungsreichen Programm bei. Zu hören waren von Opernmelodien über Volkslieder und alten Filmhits bis hin zu bekannten Schlagern alles, was gefällt.

Besonders beeindruckend dabei waren die gemeinsamen Auftritte, wobei der Schluss mit dem bekannten „Chor der Gefangenen“ aus der Oper Nabucco von Guiseppe Verdi sowie die Komposition von Hans-Georg Wolos „Frieden auf dieser Welt“ noch einmal besondere Höhepunkte setzte.

Der anhaltende Schlussapplaus zeugte schließlich davon, dass die insgesamt 130 Sängerinnen und Sänger genau die richtige Auswahl getroffen hatten, um ihre Zuhörer bestens zu unterhalten.

„Nun sind wir ja der einzig verbliebene Männerchor in Neumünster. Aber ich sage euch Männern: Kommt zum Singen, denn es macht Spaß und hält fit!“, warb Johannes Nicolaysen als Vorsitzender des Jubiläums-Chores noch einmal in seiner Eingangsrede. „Und singen ist kein Luxus, sondern eine menschliche Notwendigkeit“, erklärte er weiter.

Und Nicolaysen muss es wissen, denn beim Geburtstagskommers, zu dem der Chor am Freitagabend ins Kiek In eingeladen hatte, feierte er selbst fröhlich seinen 75. Geburtstag. „Ich habe noch nie so viele Hände schütteln müssen“, gab er schmunzelnd zu.

Heute singen 32 Männer im Alter zwischen 63 und 83 Jahren im Eisenbahn-Männerchor. „Junge Sänger zu bekommen, ist natürlich schwierig. Dennoch, ans Aufgeben denken wir noch lange nicht. Das ist hier ein guter Haufen, der sich versteht und seinen Spaß miteinander hat“, berichtete Nicolaysen. „Deshalb kommt für uns, bei allem Respekt vor den Damen, auch eine Umgestaltung, zum Beispiel zu einem gemischten Chor nicht infrage“, erklärte er weiter.

Auf sein persönliches Geburtstagsständchen im Kreis seiner Sangesbrüder muss der Vorsitzende allerdings noch ein paar Tage warten. „Denn“, so verriet der seit 20 Jahren zum Eisenbahn-Männerchor gehörige Vorsitzende mit Vorfreude, „wenn ein Sänger zwischen den Übungsabenden Geburtstag hatte, darf er sich vor den Chor hinsetzen, und es wird ihm dann sein Lieblingslied vorgesungen“.




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