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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 03:50 Uhr

Drei Brücken in kritischem Zustand

vom

Neumünster | Keine einzige der von der Stadt unterhaltenen 61 Straßen- und Fußwegbrücken in Neumünster ist in sehr gutem Zustand, nur zwei werden mit derNote "gut" bewertet. Das teilte Bauamtsleiter Ralf-Josef Schnittker gestern auf Courier-Anfrage mit. Direkt einsturzgefährdet oder in ungenügendem Zustand wie die Rader Hochbrücke auf der A7 ist zwar auch kein Bauwerk, aber bei drei Brücken wird der bauliche Zustand als kritisch eingestuft.

Dabei handelt es sich um den Durchlass Schleusau am Museum, die Holzbrücke zwischen der Schützenstraße und dem Kleinflecken und die Brücke Niebüller Straße, kurz vor der alten Mülldeponie. "Der Durchlass Schleusau wird im Rahmen einer teilweisen Freilegung im nächsten Jahr saniert. Die Holzbrücke und die Brücke Niebüller Straße werden planmäßig instand gesetzt oder erneuert", kündigte Schnittker an. Zusätzlich soll die Störbrücke unter der Altonaer Straße im kommenden Jahr instand gesetzt werden (der Courier berichtete). Bei der Fußgängerbrücke an der alten Rendsburger Straße über die Bahn werden zur Zeit die Treppen untersucht. Dort ist Beton abgeplatzt. "Die muss wahrscheinlich 2014 außerplanmäßig instand gesetzt werden", sagte Schnittker. In diesem Jahr soll noch das Geländer an der Fußgängerbrücke über die Stör im Krogredder erneuert werden. Dafür wird der Weg komplett gesperrt. "An allen Brücken werden aber auch laufend kleinere Reparaturen gemacht", sagte Schnittker.

Insgesamt gibt es in Neumünster 74 Brücken. Bei den 13 nicht von der Stadt unterhaltenen Brücken ist entweder die Bahn oder aber das Land zuständig. So auch bei der Max-Johannsen-Brücke, die gestern vor 40 Jahren vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Uwe Harder für den Verkehr freigegeben wurde. Bei der letzten großen Hauptprüfung im Jahr 2010 erhielt sie eine Bewertung zwischen befriedigend und ausreichend. "Das ist für Brücken mit einer derartigen Verkehrsbelastung im Land durchaus normal", erklärte gestern Matthias Forster, stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) in Rendsburg.

Wie alle anderen Brücken auch wird die Max-Johannsen-Brücke alle sechs Jahre einer Hauptprüfung und alle drei Jahre einer einfachen Prüfung sowie jährlich einer Sichtprüfung unterzogen. Das regelt die Din-Norm 1076. Die dabei entdeckten Mängel und Schäden werden in eine spezielle Software eingepflegt, die dann den Zustand der Brücke auswertet. Bis auf die Hauptprüfungen erledigen städtische Mitarbeiter die Vorgaben. In diesem Jahr stehen laut Bauamtsleiter Schnittker noch 23 einfache und 15 Hauptprüfungen bei Brücken an.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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