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Musikschule : Dozentenkonzert mit Überraschungen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erstmals präsentierten sich die Lehrer der Musikschule an einem Nachmittag in der Stadthalle. Die Gäste erlebten eine breite musikalische Palette.

Neumünster | „Gemeinsames Musizieren vor Publikum macht sehr viel Freude“, findet Udo Größel. Er und seine Kollegen von der Musikschule animieren ihre Schüler deshalb, jede Gelegenheit zu nutzen, um sich auf der Bühne zu präsentieren. „Und da wir wissen, dass es manchmal Überwindung kostet, öffentlich aufzutreten, wollen wir unseren Schülern ein Vorbild sein und veranstalten einmal im Jahr unser Dozentenkonzert“, sagte der Leiter der Musikschule am Sonntag.

Bislang präsentierten sich die Dozenten immer an einem Freitagabend auf der Theaterbühne in der Stadthalle. In diesem Jahr fand das Konzert erstmals an einem Sonntagnachmittag statt, „damit auch jüngere Schüler die Möglichkeit haben, ihre Lehrer auf der Bühne zu erleben“. Die Idee ist gut, muss sich aber erst noch rumsprechen. Mit 100 Besuchern war die Veranstaltung deutlich schlechter besucht als in den letzten Jahren. Der Qualität hat das aber zu keiner Zeit des zweistündigen Konzertes einen Abbruch getan. In gewohnter Manier zeigten die 14 Musiker eine breite Palette ihres Könnens.

Der Nachmittag begann romantisch mit Werken von Antonín Dvorák und Franz Schubert. Virtuos versetzen die beiden Pianisten Arnold und Irina Nevolovitsch das begeisterte Publikum vierhändig in die Welt slawischer Tänze und Märsche. Seinen Ruf als preisgekrönter Komponist unterstrich Dozent Nevolovitsch mit einem „chromatischen Rennen“, das er sich mit Elke Andersen an der Querflöte lieferte.

Zu zweit ging es weiter. Moritz Hamm und Udo Größel bewiesen den verblüfften Gästen, dass zwei Schlagzeuge auch konzertant gespielt werden können, bevor die Sängerinnen Sylvia Wandel und Samantha Tetzlaff in der Begleitung von Hans-Georg Wolos am Klavier ein Requiem von Andrew Lloyd Webber zum Besten gaben und Percussions-Dozent Olaf Plotz dem Publikum die Klangwelten des Hangs, einer Art konvexer Steeldrum, näher brachte.

Auch nach der Pause blieb es bunt. Die beiden Cellistinnen Sigrun Albert und Anna Constantin spielten eine Sonate von Boccherini, Plotz und Größel luden die Gäste trommelnd nach „Afrika“ ein, und Flötistin Elke Andersen und Klarinettist Stefan Back strahlten, als sie sich virtuos und fehlerfrei durch Saint-Saëns’ Tarantella gespielt hatten.

Einen echten Höhepunkt gab es zum Schluss. Lena (Klavier) und Alexander Lell (Altsaxofon) entlockten dem Publikum Begeisterungsrufe mit der „Lenski Arie“ aus der Oper Eugen Onegin von Peter Tschaikowski.

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erstellt am 08.Mär.2016 | 17:00 Uhr

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