Musikschule : Dozenten spielten leicht und locker

Für das traditionelle hebräische Lied „Zemeratic“ fanden sich folgende Dozenten zusammen: Thies Thode (von links), Tatjana Großkopf, Vincent Judith und Stefan Back.
Für das traditionelle hebräische Lied „Zemeratic“ fanden sich folgende Dozenten zusammen: Thies Thode (von links), Tatjana Großkopf, Vincent Judith und Stefan Back.

Filmmusik, Tango, Klezmer, eigene Kompositionen: Die Lehrer der Musikschule lieferten auf der Bühne in der Stadthalle ab.

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17. März 2014, 08:30 Uhr

Zwei Mal im Jahr präsentieren sich die Dozenten der Musikschule bei einem eigenen Konzert: einmal Rock und Pop und einmal Klassik. Am Freitag hatten die eher klassisch orientierten Lehrer ihren Auftritt im Theater in der Stadthalle. Aber nicht Brahms oder Beethoven hörten die 180 Musikfreunde im Saal, sondern Leichtes und Lockeres von Film- und Salonmusik, über argentinischen Tango bis zur selbst komponierten Liebesromanze von Arnold Nevolovitsch und einem Boogie von seiner Frau Irina.

„Komm ein bisschen mit nach Italien“ sangen Tatjana Großkopf und Thies Thode bei ihrem Reise-Medley, und dabei glänzten sie auch mit ihrer schauspielerischen Begabung. Sowohl im „Home Dress“ als auch im Frack macht Thies Thode eine gute Figur. Neben solistischen Auftritten wie beispielsweise das präzise Klarinettenspiel von Sherif el Razzaz oder Akkordeonspieler Alexander Kissner gehört es schon zur Tradition, dass sich bei diesen Dozentenkonzerten besondere Ensemble zusammenfinden. Tatiana Dreibroth (Violine), Sigrun Albert (Violoncello) und Sven Thomas Haase waren das Tango-Trio und spielten „Primavera Partena“ von Astor Piazzola.

Für Filmmusiken bildeten Vincent Judith (Gitarre) und Stefan Back (Klarinette) ein Ensemble. Dabei war die Interpretation des „September Songs“ von Kurt Weill durch Back so richtig zum Zurücklehnen. Viel Beifall gab es auch für die Klezmer-Gruppe mit Tatjana Großkopf (Gesang), Thies Thode (Percussion), Vincent Judith (Gitarre) und Stefan Back (Klarinette). Ibrahim Speer (Gitarre), Adel Abdel-Salam (Saxofon) und Thies Tode (Percussion) glänzten mit lateinamerikanischen Rhythmen.

Zuhörerin Annalena Kowalik (9) fand es schade, dass ihr Klavierlehrer Richard Nafzinger nicht dabei war. Dafür hatte sie den meisten Spaß bei dem furiosen Auftritt von Udo Größel (Schlagzeug) und Thies Tode (Percussion), die mit „Feed your hands“ von René Creemers brillierten. Mit ihrem lang anhaltenden Applaus bestätigten die 180
Zuhörer, die Einschätzung, die Musikschul-Chef Stefan Back gab: „Die Dozenten sind ein großartiger Haufen, es macht Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten.”

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