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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 06:59 Uhr

Tierpark : Doppelte Lottchen bei den Lisztaffen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

An der Geerdtsstraße gelingt seltener Zuchterfolg bei den von der Ausrottung bedrohten Primaten

von
erstellt am 03.Jan.2014 | 06:00 Uhr

„Mit so viel Nachwuchs auf einmal haben wir nun wirklich nicht gerechnet!“ Voller Begeisterung berichtet Zooassistentin Verena Kaspari vom jüngsten Zuchterfolg im Tierpark. Die in der Natur von der Ausrottung bedrohten Lisztaffen haben an der Geerdtsstraße Nachwuchs gleich im doppelten Doppelpack bekommen.

Das Tierpark-Team freut sich über gleich zwei Zwillingsgeburten innerhalb von nur drei Tagen. Der Nachwuchs von Mutter Mily (7) und Papa Gismo (20) sowie von Emely (7) und Anton (3) ist wohlauf, hat aber noch keinen Namen und keine Tierpaten. Selbst das Geschlecht der vier jungen Lisztäffchen ist noch nicht festgestellt.

Lisztaffen zählen weltweit zu den 25 am meisten gefährdeten Primaten. In ihrem natürlichen Lebensraum in Nordkolumbien und Panama sind die possierlichen Krallenaffen mit der lustigen Frisur vor allem durch die anhaltende Zerstörung ihres Lebensraums bedroht. Benannt sind sie nach dem österreichischen Komponisten Franz Liszt (1811-1886).

Der Tierpark züchtet seit dem Jahr 2000 Lisztaffen, die ein ausgeprägtes Sozial- und Familienverhalten zeigen. Zurzeit gibt es drei Familiengruppen mit 15 Tieren. Die größere Gruppe wird in der neuen Lisztaffenanlage am Geestbauernhof gezeigt. Neumünster trägt mit seiner Lisztaffenhaltung zum Europäischen Zuchtbuch bei. Erhaltungszuchten in menschlicher Obhut sind sehr wichtig für das Überleben der in freier Wildbahn stark gefährdeten Tierarten.

„Wir freuen uns bei allen Tieren über Jungtiere. Nachwuchs bei bedrohten Arten ist jedoch immer etwas ganz Besonderes, vor allem wenn er so unglaublich niedlich ist“, freut sich die Biologin des Tierparks.

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