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Personalien : Dörflinger bleibt, Stadtbaurat kommt

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Hauptausschuss bereitete zwei wichtige Personalentscheidungen an der Spitze der Stadtverwaltung vor

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erstellt am 05.Feb.2016 | 08:30 Uhr

Neumünster | Die endgültige Entscheidung fällt die Ratsversammlung am 16. Februar, aber Oliver Dörflinger (47, CDU) braucht sich nicht nach einem neuen Job umzuschauen. So einmütig, wie der Hauptausschuss die geplante Vertragsverlängerung des Stadtkämmerers am Dienstag zur Kenntnis nahm, wird da nichts mehr anbrennen. Die nächste, sechsjährige Amtszeit darf als gesichert gelten.

So hatte es Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras vorgeschlagen. „Herr Dörflinger hat besonders die Themen Finanzen und Controlling ordentlich voran gebracht. Die Zusammenarbeit mit ihm ist ganz, ganz hervorragend, und er ist ein anerkannter Vorgesetzter“, sagte Tauras. Niemand widersprach ihm. Der Kämmerer hatte, ohne ein Wort zu sagen, den Raum für diesen Tagesordnungspunkt verlassen. Nach nur zwei Minuten wurde er wieder hereingerufen. Der OB schlägt dem Rat nun vor, auf eine Ausschreibung der Stelle zu verzichten und Dörflinger wiederzuwählen. Seine Amtszeit läuft noch bis zum 30. April.

Dörflinger ist gebürtiger Flensburger, Betriebswirt und ausgewiesener Finanzexperte. Als Personalentwickler hatte er die Stadtwerke Flensburg auf den liberalisierten Energiemarkt ausgerichtet, war danach bei der Firma Komtel für den Aufbau eines landesweiten Telekomnetzes verantwortlich. 2005 wechselte er in den Leitungsstab des damaligen Finanzministers Rainer Wiegard. 2010 lotste ihn CDU-Chef Torsten Geerdts nach Neumünster. Dörflinger ist seit 1985 in der CDU und war von 1992 bis 2008 Mitglied der Flensburger Ratsversammlung. Hier leitete er zehn Jahre lang den Finanzausschuss und war Aufsichtsrat, unter anderem bei den Stadtwerken und der städtischen Beschäftigungsgesellschaft.

Dörflingers Ressort im Stadtvorstand Neumünster besteht aus Haushalt und Finanzen, Feuerwehr, dem Baubereich (außer Stadtentwicklung) und dem Technischen Betriebszentrum. In seiner Amtszeit hat er besonders die Sanierung des Haushalts vorangetrieben.

Alles anderes als böse soll Dörflinger allerdings sein, dass er die Bauverwaltung voraussichtlich bald an einen Stadtbaurat abgeben muss. Gerade für einen Nichtfachmann ist der Bau ein Minenfeld. Ständig gab es in den vergangenen Jahren Ärger mit Baustellen. Die Liste von Bauherren, die vom Kampf mit Bauverwaltung und Denkmalschutz schwer genervt sind, ist in Neumünster ausgesprochen lang.

Der Hauptausschuss nahm wohlwollend zur Kenntnis, dass der OB wieder eine Stelle für einen Stadtbaurat schaffen will. Auch hier muss der Rat am 16. Februar zustimmen.

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