Neue Studie : DOC schadet dem Handel nicht

Sie sind zufrieden mit den Ergebnissen der Studie: Henning Balzer von McArthur Glen (von links), OB Dr. Olaf Tauras und Geograf Stefan Kruse.
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Sie sind zufrieden mit den Ergebnissen der Studie: Henning Balzer von McArthur Glen (von links), OB Dr. Olaf Tauras und Geograf Stefan Kruse.

Das Papier zeigt keine negativen Auswirkungen auf die Einzelhandelsstruktur in der Stadt.

shz.de von
23. Juni 2016, 08:00 Uhr

Neumünster | Das Designer-Outlet- Center (DOC) im Industriegebiet Süd hat keine negativen städtebaulichen Auswirkungen auf Neumünster oder 36 Nachbar-Städte und -Gemeinden in einem Umfeld von 45 Autominuten. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie des Stadtforschungsinstituts Junker und Kruse aus Dortmund. Untersucht wurde dabei die Wirkung des Fabrikverkaufszentrums auf die Einzelhandelsstrukturen, nicht aber auf Wettbewerbsverdrängung oder Umsätze. Die Studie hat der DOC-Betreiber McArthur Glen in Auftrag gegeben und bezahlt.

Diplom-Geograf Stefan Kruse stellte gestern mit Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Henning Balzer, Entwicklungsdirektor bei McArthur Glen, weitere Einzelheiten vor. Demnach hat sich von 2006 bis 2015 die Verkaufsfläche in Neumünster von 270  000 auf 370  000 Quadratmeter erhöht (ein Plus von 37 Prozent). Davon entfallen rund 14 Prozent auf das DOC. Einen besonders starken Zuwachs erkannten die Autoren der Studie in den vergangenen neun Jahren in den Warengruppen „Bekleidung“ sowie „Schuhe / Lederwaren“. Im Segment Sportartikel verdoppelte sich die Verkaufsfläche. „Das ist für mich der Kernpunkt, dass sich schädliche Auswirkungen durch die Eröffnung des DOC auf den innerstädtischen Einzelhandel Neumünsters wie auch in den anderen Kommunen nicht nachweisen lassen“, erklärte Stefan Kruse. Er hob weiter hervor, dass die Leerstandsquote in der Stadt zurückgegangen und gleichzeitig die Zahl der Beschäftigten wie auch die Übernachtungszahlen im Untersuchungszeitraum gestiegen sind. Eine Passanten-Frequenz-Analyse vom 24. und 27. Juni 2015 soll belegen, dass Kundenströme im DOC nicht zu Lasten der Innenstadt gehen.

Die Zahl der DOC-Besucher aus Schleswig-Holstein nahm seit der Eröffnung 2012 von 70 auf 50 Prozent ab. Hingegen stiegen Gäste-Zahlen aus Hamburg und anderen Bundesländern. Rund 13 Prozent der Kunden kommen aus Dänemark und dem weiteren Ausland. „Das DOC ist ein Magnet für Touristen und ein Job-Motor für die Region“, sagte OB Tauras.

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