zur Navigation springen

Einfelder See : DLRG-Wachen zu finden, wird immer schwieriger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

35 Helfer sind diese Saison vor Ort / Vandalismus trotz eines Zauns

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2017 | 12:30 Uhr

Neumünster | Die Badegäste können kommen. Die Helfer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) bewachen ab sofort bei gutem Wetter am Wochenende wieder die Abschnitte Strandhalle und Schanze am Einfelder See. Dass sie da sind, zeigt eine rot-gelb gestreifte Flagge, die am Mast weht. „In den Sommerferien ist unsere Wachstation in der Regel dann täglich von 10 bis 18 Uhr besetzt“, sagt der DLRG-Vorstand Marcus Schmahl.

35 Helfer wechseln sich in dem Häuschen „Lucas Matter“ am Eingang zur Schanze ab. Benannt ist das Gebäude, das früher mal als Unterkunft für Flüchtlinge, aber auch als Kindergarten diente, nach einem ehemaligen Einfelder Grundschullehrer, der den Wachdienst mitgründete. Seit 65 Jahren ist es Heimat der rotgekleideten Rettungsschwimmer. 800 DLRG-Mitglieder gibt es in Neumünster, knapp 250 davon sind aktiv. Dennoch: „Wachen für die Sommerferien zu finden, wird immer schwieriger“, sagt Marcus Schmahl. Früher hätten die Jugendlichen Schlange gestanden, auch schon mal vier oder sechs Wochen am Stück Dienst geleistet. Heute trage ein gewisser „Freizeitstress“ dazu bei, dass die Zeiten sich deutlich verkürzen. „Maximal zwei Wochen sind die Jugendlichen bereit, hier zu sein. Aber noch bekommen wir alle Wachzeiten belegt“, so Schmahl.

Die drei Boote sind ebenso startklar wie die Erste-Hilfe-Koffer und der Defibrillator. Normalerweise passen die Rettungsschwimmer bei Regatten und Veranstaltungen wie dem 13. Drachenbootrennen um den EKN-Cup am 13. Juli auf, helfen bei Verletzungen und Insektenstichen und sind erster Ansprechpartner bei Problemen – „auch wenn einige dann doch lieber gleich den Notruf wählen“, so Schmahl. In diesem Jahr aber ist das Aufgabenspektrum etwas kleiner geworden. „Die Ferienfreizeiten und Veranstaltungen des Ferienspasses finden nicht mehr auf dem Einfelder See statt“, sagt Marcus Schmahl.

Und ein Problem bereitet ihm Sorgen: der Vandalismus. „Erst vergangene Woche haben Unbekannte trotz Zauns auf unserem Steg gegrillt und ein Brandloch hinterlassen.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen