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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 00:04 Uhr

Wattenbek : Disput um Vorsitz im Bauausschuss

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kommunale Wählergemeinschaft Wattenbek stimmt mit WfW.

Wattenbek | Die Gemeindevertretung in Wattenbek spaltet sich an Dr. Norbert Bruhn-Lobin (AfW): Auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend konnten sich die Kommunalpolitiker nicht auf ihn als neuen Vorsitzenden des Bau- und Planungsausschuss (BP) einigen.

Axel Höper von der Wählergemeinschaft Aktiv für Wattenbek (AfW) hatte seinen Fraktionskollegen Dr. Norbert Bruhn-Lobin vorgeschlagen, der in einer offenen Abstimmung mit neun Stimmen gegen sechs abgelehnt wurde. „Ich bin betroffen über das Ergebnis und kann es nicht nachvollziehen. Es erschüttert meinen Glauben an unsere Zusammenarbeit. Ich glaube, sie wird auch nachhaltig erschüttert sein“, äußerte sich Torsten Föh (AfW) nach einer Sitzungsunterbrechung.

Die Gegenstimmen kamen aus der Wählergemeinschaft für Wattenbek (WfW) und der im Februar gegründeten Kommunalen Wählergemeinschaft Wattenbek (KWW). Zu den Gründen wollten sich die Mitglieder nicht äußern. Sylvia Haese (WfW) sagte: „Es gibt eine Begründung, aber die wollen wir nicht öffentlich machen.“ Auch Bürgermeister Sönke Schröder (KWW) sagte: „Dazu möchte ich keinen Kommentar abgeben.“

„Das war keine Sternstunde der Demokratie“, sagte Dr. Norbert Bruhn-Lobin gestern auf Nachfrage, der auch Vorsitzender der AfW ist. Es sprach von einem unerfreulichen Akt der Politik und er ergänzte: „Das muss man so akzeptieren.“ Die AfW sei und bleibe gesprächsbereit, erklärte er.

Der Ausschuss wird vorläufig vom ebenfalls neu und einstimmig gewählten zweiten Vorsitzenden Oliver Kruse (AfW) geleitet und ist trotz fehlender Spitze voll arbeitsfähig. Innerhalb der nächsten fünf Monate müssen sich die 17 Gemeindevertreter auf einen Vorsitzenden geeinigt haben.

Die gesamte Neubesetzung der sechs Ausschüsse hatte der Vorsitzende der fraktionsstärksten AfW, Axel Höper, beantragt. Grund ist eine Mehrheitsverschiebung in der Gemeindevertretung. Im Februar sind vier Mitglieder und Bürgermeister Sönke Schröder aus der AfW ausgetreten und haben die KWW gegründet. „Sowohl in personellen, als auch in Sachfragen gingen unsere Meinungen zu weit auseinander“, erklärt der Bürgermeister. Seit Volker Techows Austritt aus der AfW hat die KWW den Vorsitz im Bauausschusses eingenommen. Außerdem hat Nicole Schröder (KWW) die Gemeindevertretung wegen ihres Umzugs nach Sylt verlassen. „Es ist ein ganz normales demokratisches Verfahren, dass die Ausschüsse den Mehrheitsverhältnissen angepasst werden“, erläuterte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht.

Die AfW hat sieben Sitze, die WfW hat sechs und die KWW nun vier Sitze.

Über die Ausschuss-Besetzung hatten sich die Fraktionen zuvor geeinigt, über sie wurde en bloc problemlos abgestimmt. Einigkeit gab es auch bei den Wahlen der Vorsitzenden (folgend: 1.) und Stellvertretern (2.) der anderen Ausschüsse. Umwelt, Versorgung und Verkehr: 1. Thomas Haese (WfW), 2. Günter Herbert (AfW).

Haupt- und Finanzausschuss: 1. Bernd Voß (KWW), 2. Thomas Haese (WfW).

Ausschuss für Bildung und Soziales: 1. Geesche Schmidt (AfW), 2. Björn-Olaf Maas (WfW).

Ausschuss für Kultur, Jugend und Sport: 1. Sylvia Haese (WfW), 2. Torsten Föh (AfW).

Ausschuss zur Prüfung der Jahresrechnung: 1. Torsten Föh (AfW), 2. Lillemor Reckling (KWW). 




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erstellt am 18.Jun.2016 | 18:00 Uhr

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