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Diskussion über Politik und Wahlen und ein fröhliches Fest

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 15:04 Uhr

Rund 4000 Besucher kamen am Wochenende zum Fest für Toleranz und Demokratie der Ditib-Moschee an der Vicelinschule, das am Freitagnachmittag begonnen hatte (der Courier berichtete).

„Wenn nicht hier, wo sonst?“, beschrieb Michael Holldorf seine Motivation am Sonnabendnachmittag in seinem Vortrag mit dem Titel „Wer regiert Schleswig-Holstein? Warum eigentlich wählen?“ Der Referent beim Landesbeauftragten für politische Bildung war der Einladung von Mitorganistor Ibrahim Ortacer, dem Vorsitzenden des Forums für Vielfalt, und Sprecher der Moschee, gerne gefolgt. Schließlich sei der Kern von Demokratie das Gespräch, sagte Michael Holldorf. Er zeigte den 20 Gästen einen kurzen Film, der über die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und die Aufgaben des Landesparlaments informierte. „Neumünster hat 48 Wahlbezirke. Mit 2152 Wahlberechtigten gehört der Wahlkreis Vicelin zu den größten der Stadt“, sagte der Bildungsreferent. 2012 sei die Wahlbeteiligung mit 30 Prozent aber sehr niedrig gewesen. Er wolle dazu betragen, dass sich das bei der nächsten Landtagswahl in einem Jahr ändere, so Holldorf. „Gesetze werden letztendlich von allen gemacht. Jeder kann seinen Beitrag leisten“, appellierte der Politikwissenschaftler.

„Beteiligung ist kaum möglich- Nach der Wahl interessiert sich kein Politiker mehr für seine Wähler“, widersprachen mehrere Gäste. „Sie müssen mit uns ins Gespräch kommen“, meldete sich die für Neumünster zuständige Landtagsabgeordnete Kirsten Eickhoff-Weber zu Wort. Politik sei immer nur so gut wie das, was sie wisse, sagte die SPD-Politikerin. Nach gut einer Stunde endete die Veranstaltung ohne konkrete Ergebnisse, aber mit Anregungen für alle Beteiligten.

Draußen auf dem Schulhof fand sowohl Sonnabend als auch Sonntag ein Fest für Groß und Klein statt. Kinder amüsierten sich bei sommerlichen Temperaturen an den Turngeräten oder verkauften Süßigkeiten. Die vielen Besucher unterhielten sich angeregt im Schatten der Zeltdächer. Eine Gruppe von 20 Frauen bereitete köstliche türkische Fladenbrote zu.

Am Sonntag fand die Veranstaltung mit einem Fußballturnier den Abschluss. Im kommenden Jahr soll das Fest dann unter ein neues Motto gestellt werden.

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