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Bordesholm : Dietmar Helle sieht die Natur „Unter Druck“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Über das Studium der Biologie ist er zur Fotografie gekommen. Seine Bilder machen Verborgenes sichtbar.

von
erstellt am 17.Okt.2013 | 13:28 Uhr

Seit mehr als 30 Jahren hat sich Dietmar Helle aus Achterwehr der Naturfotografie verschrieben. Über das Studium der Biologie zur Fotografie gekommen, machen seine Bilder Verborgenes sichtbar und gestalten das Alltägliche zum Besonderen. Da es für ihn im Wesen der Natur liegt, dass jeder Teil so faszinierend und befriedigend sein kann wie das Ganze, spiegelt sein Werk von der Landschaftsfotografie zum Detail, vom Dokumentarischen zum Stimmungsvollen die ganze Bandbreite der Naturfotografie wider.

Eine Ausstellung seiner Fotos, die er unter das Motto „Unter Druck“ gestellt hat, ist in der Gemeindebücherei Bordesholm noch bis Mitte Januar 2014 zu sehen. Die Bilder zeigen Motive aus der Umgebung von Bordesholm. Es verwundert nicht, dass ihm die langjährige Auseinandersetzung mit seinen Motiven sehr eindringlich vor Augen geführt hat, was es zu bewahren gilt. Leider, so konstatiert er, sei im Rückblick seiner fotografischen Tätigkeit die Artenvielfalt parallel zur Strukturvielfalt der Landschaft deutlich zurückgegangen und hat zu einer spürbaren Artenverarmung geführt. Die Natur steht aufgrund der vielfältigen Nutzungsansprüche an sie gewissermaßen stark „Unter Druck“.

Mit seinen großformatig auf Leinwand gezogenen Fotos nähert sich Dietmar Helle dem Leitgedanken aber noch von einer anderen Seite: Seine Bilder sieht er auch als Ausgangspunkt, die Zusammenhänge in der Natur zu ermitteln und zu verstehen. Nicht nur die Genese der Landschaft, auch viele ökologische Prinzipien und Mechanismen lassen sich auf den Zustand „Unter Druck“ zurückführen. So beleuchten seine Bilder schlaglichtartig ökologische Aspekte dieses Themas, dabei gestaltet Dietmar Helle das Bedrohliche in erklärtem Widerspruch zu Schönheit und Ästhetik.

Eine letzte thematische Klammer führt den Betrachter zur Entstehungsgeschichte der Bilder selbst. Der Fotograf formuliert seine Herangehensweise so: „Das Beobachten von Vorgängen in der Natur, gründliches Studium der Arten bleibt letztendlich die Grundlage für erfolgreiche Naturfotografie und ist auch die entscheidende Voraussetzung, um die Arten durch das Fotografieren nicht zu beunruhigen, quasi „Unter Druck“ zu setzen.“ Ein Credo, das seinen Bildern anzumerken ist.



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