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Beeindruckendes Konzert : Diese Stimmen ließen die Luft vibrieren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gregorianische Gesänge erfüllten die Anscharkirche. Keine Show lenkte von dem wunderschönen Gesang ab.

Neumünster | Fremde, jahrhundertealte Klänge erfüllten am Sonnabendabend die Anscharkirche: Der Chor Gregorianika gab ein beeindruckendes Konzert auf seiner Deutschlandtournee „Nobile“. Die sieben in schlichten Kutten gekleideten Sänger faszinierten durch ihre atemberaubende Stimmkraft und gaben den nur rund 50 Besuchern eine Vorstellung, wie sich Mönchsgesänge in mittelalterlichen Klöstern angehört haben mögen. Die ausgebildeten Sänger aus der Ukraine ließen die Luft vibrieren und brachten mit ihren Stimmen einen Klang in den Raum, der zum Greifen präsent war.

Wie schon seit dem sechsten Jahrhundert in der katholischen Kirche üblich, wurden die Gregorianischen Gesänge auf Latein vorgetragen – und trotz der Sprachbarriere berührten die gesungenen Gebete tief. „Das ist Musik für die Seele, sie gibt Kraft und Frieden. Man kann Ruhe finden und bekommt ein Gefühl für Erhabenes“, erklärte Alexey Semenchuk, Chorleiter und Dirigent aus dem ukrainischen Luiv und fügte hinzu: „Außerdem singen wir auch aus Gläubigkeit.“

Die meditativen und sehr präzise vorgetragenen Melodien standen während des Konzerts konsequent im Vordergrund, es gab weder instrumentale Begleitung noch eine ablenkende Lichtshow. Einzig blaue und rote Scheinwerfer setzten den Chor dezent in Szene. Eine kleine Einlage auf der Melodica und einer Querflöte unterstützte den Gesang.
Neben Liedern aus dem 14. Jahrhundert gab es auch Eigenkompositionen wie etwa den Titel „Knight in shining armour“ oder Modernes wie Yesterday. Auch das berühmte Ameno fehlte nicht. „Ich kenne den Chor aus dem Fernsehen. Seine Musik geht in die Tiefe und ist etwas ganz anderes als die übliche Kirchenmusik. Einfach wunderbar“, fand die Besucherin Ingeborg Klopsch aus Neumünster, die wie das ganze Publikum die Sänger mit großem Applaus belohnte.

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