"Diese Stadt ist kein Ort für Nazis"

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25. April 2013, 03:59 Uhr

Neumünster | Einstimmig hat die Ratsversammlung eine Resolution gegen Rechtsextremismus verabschiedet. Alle fünf Fraktionen übernahmen (in leicht veränderter Form) den Entwurf, den bereits der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie entworfen hatte (der Courier berichtete). Der Rat fordert alle Bürger auf, wählen zu gehen, denn: "Eine hohe Wahlbeteiligung verkleinert die Chancen auf ein Mandat für die NPD." Diese Partei dürfe kein Forum erhalten, dafür wolle man gemeinsam sorgen.

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Sabine Krebs sprach von einem "beschämenden Anlass für die Resolution, das macht uns wütend". Gemeinsam müsse man dafür kämpfen, dass die NPD draußen bleibe. "Bunt statt Braun: Neumünster ist kein Ort für die Nazis", erklärte sie.

SPD-Fraktionschef Andreas Hering erhob sogar die Forderung, die NPD zu verbieten. Man müsse dafür sorgen, Jugendlichen eine gute Perspektive in der Gesellschaft anzubieten, damit sie "den rechtsextremen Rattenfängern" nicht mehr hinterherlaufen. Wörtlich fügte Hering an: "Lassen Sie uns den Aufstand der Anständigen organisieren."

Der Runde Tisch begrüßte die Resolution des Rates. Christof Ostheimer sprach von einem "Startschuss für vielfältige Aktivitäten gegen den NPD-Wahlkampf" - beispielsweise am 1. Mai oder am 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes.

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