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Holsteinischer Courier

17. Oktober 2017 | 15:30 Uhr

ZIKITA : Die Zeitung stärkt das Können

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

60 Kinder der Kita in der Vicelingemeinde machen mit beim Zeitungsprojekt / Nicht nur die Sprachkompetenzen werden gestärkt

von
erstellt am 20.Feb.2014 | 06:30 Uhr

Eichhörnchen-Fotos, Hühner, jubelnde Olympia-Sportler, eine Dressurreiterin, Hans Fallada und George Clooney hängen an der „Kindernachrichten“-Wand: Seit über einer Woche ist in der Kita der Vicelingemeinde der Courier das wichtigste Thema des Tages. Rund 60 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren nehmen an der Aktion „Zeitung in der Kita“ (Zikita) teil – und alle sind mit Feuereifer bei der Sache.

Und Zeitung ist so vielseitig: Sie wird zum Krönchen oder zum Helm; aus ihr kann man aber auch Papiertulpen oder große Herzen basteln. Alle Kinder haben ihr eigenes Zikita-Heft, suchen nach bestimmten Wörtern im Text oder kreisen Buchstaben ein. „Jetzt steht demnächst Fasching an, da werden sich die Kinder verkleiden und ihren Anfangsbuchstaben tragen, beispielsweise ein P für die Prinzessin“, erklärt Margit Michalke-Kopp, die gemeinsam mit ihren Kollegen Marina Heckel, Carolin Koch, Gabi Markus, Dagmar Schröder und Özlem Özcalkop die Frösche, Marienkäfer, Bienen und Schmetterlinge betreut. So lernen die Kinder früh das Alphabet kennen und werden in ihrer Sprach- und Lesekompetenz gestärkt. In einer Kita, in der viele Kinder unterschiedlicher Nationalitäten zusammen sind, ist das ein ausgesprochen wichtiges Thema. „Wir machen in unserer Kita sowieso schon gezielte Sprachförderung, und das Zikita-Projekt passt dazu ganz hervorragend“, betont Margit Michalke-Kopp. Die deutsche Sprache gut zu können, sei als Vorbereitung auf die Schule wichtig, aber auch ein Bildungsfaktor. „So manches Kind kennt von zuhause nicht die Kultur des Zeitunglesens. Aber so lernen sie, dass sie sich aus der Zeitung Wissen aneignen können. Das ist als Bildungsfaktor ganz wichtig“, sagt die Erzieherin.

Die Zeitung wird mit allen Sinnen wahrgenommen: Die Kinder meinen, dass die Zeitung nach Knete und Auto riecht, sie erforschen, warum man schwarze Hände nach dem Anfassen bekommt, oder sie erklären die Unterschiede zwischen einer Zeitung und einem Buch – erstere ist leichter, dünn, hat große Seiten, die auseinanderfallen. Ein Buch – klar – ist schwer und dick, hat kleinere Seiten, und man bekommt keine schwarzen Hände!

Alle sind begeistert von dem Projekt. „Machen wir morgen auch Zikita? Oder machen wir das jetzt immer?“ Auf diese begeisterte Frage weiß Erzieherin Gabi Markus die Antwort: „Nicht immer – aber nächstes Jahr sind wir wieder dabei!“

 

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