Rendsburg-Ekcernförde : Die Zahl der Unfälle steigt um 25 Prozent

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Im Kreisgebiet krachte es 2014 mehr als 6400 Mal.

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08. Mai 2015, 09:00 Uhr

Rendsburg | Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis sind gestiegen. Im vergangenen Jahr hat es 6430 Mal auf den Straßen Rendsburg-Eckernfördes gekracht – so oft wie seit Jahren nicht. Dabei kamen auch wieder mehr Menschen um oder wurden schwer verletzt. Als eine der Hauptursachen gilt nach wie vor zu schnelles Fahren. Das hat die Abteilung Verkehrssicherheit der Polizeidirektion Neumünster jetzt bekannt gegeben.

Gegenüber dem Jahr 2013 mit 5140 Unfällen hat es eine Zunahme um 25 Prozent gegeben. Den weitaus größten Teil machen der polizeilichen Statistik zufolge Unfälle aus, bei denen keine Menschen verletzt wurden. Darunter fallen laut Grit Auricht vom Sachgebiet Verkehr der Direktion etwa Auffahrunfälle. Auch Wildunfälle zählen die Beamten dazu – die sind im vergangenen Jahr nach einem Einbruch 2013 auf 1631 wieder gestiegen (1968). So erklärt die Polizei sich auch die starke Zunahme der Zahlen insgesamt. „Im Durchschnitt von fünf Jahren liegt der Anstieg um acht Prozent jedoch im Landestrend“, sagte Auricht.

Die Zahl der Opfer von Verkehrsunfällen war selten so hoch. Im vergangenen Jahr sind 14 Menschen auf der Straße ums Leben gekommen. Nur 2011 lag sie höher, damals starben 15 Menschen. Darüber hinaus haben 2014 mit 1014 wieder mehr Unfallbeteiligte leichte Verletzungen davongetragen (2013: 940). Schwer verletzt wurden mit 242 so viele wie selten. 2010 lag diese Zahl noch unter 200. Vor diesem Hintergrund sagte Bernd Lohse, Leiter der Polizeidirektion Neumünster: „Damit können wir nicht zufrieden sein. Deshalb passen wir unsere Kontrollen und Präventionsmaßnahmen weiter an.“

Am häufigsten passieren Unfälle beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren sowie durch Missachtung der Vorfahrt. Die Hälfte der Zusammenstöße gehen auf diese Ursachen zurück. Der zweithäufigste Grund mit rund einem Viertel ist aber zu schnelles Fahren. „Dabei überschreiten die Fahrer nicht immer die zulässige Höchstgeschwindigkeit, sondern fahren der Verkehrssituation unangepasst“, sagte Grit Auricht. Erfreulich sei, dass es im Kreis weniger Unfälle mit Kindern gegeben habe – entgegen dem Landestrend.

Während 2014 viel weniger Fahrer mit Alkohol im Blut gestoppt wurden als in den Vorjahren, nimmt die Zahl der Drogendelikte im Verkehr zu. Die Beamten seien inzwischen besser geschult, die Symptome zu erkennen, etwa von Cannabis-Konsum

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