zur Navigation springen

Einschulungszahlen : Die Zahl der Erstklässler bleibt gleich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

750 Schüler pauken ab Montag in den Grundschulen. Jedes dritte Kind ist nicht deutschsprachig.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2015 | 08:30 Uhr

Neumünster | Die Talsohle sei durchschritten, doch von einer Trendwende mag Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth noch nicht sprechen: „Wir stabilisieren uns nach den Schulschließungen der vergangenen Jahre auf niedrigem Niveau“, kommentierte der Schuldezernent gestern die aktuellen Erstklässler-Zahlen. Nach Angaben von Schulrat Jan Stargardt pauken voraussichtlich 750 Mädchen und Jungen ab Montag an den staatlichen Grundschulen in Neumünster. Das wären sechs mehr als im Vorjahr.

Allerdings sind darin auch Kinder eingerechnet, die während der flexiblen Eingangsphase zurückgestuft werden. Hintergrund: Ein offizielles Sitzenbleiben gibt es in der 1. und 2. Klasse nicht mehr. Schüler können die flexible Eingangsphase in ein bis drei Jahren absolvieren, also bereits nach der 1. Klasse in die 3. Klasse aufrücken, die beiden Klassen im normalen Tempo nach zwei Jahren absolvieren oder eben in drei Jahren. Wo absehbar ist, dass drei Jahre benötigt werden, erfolgt eine Rückstufung in die 1. Klasse. Lediglich in der Pestalozzischule gibt es jahrgangsübergreifenden Unterricht, so dass die Schüler in ihrer Lerngruppe verbleiben.

In diesem Jahr sind unter den 750 Kindern insgesamt 81 dieser sogenannten „Rückläufer“, die die 1. Klasse wiederholen. Im vergangenen Schuljahr waren es noch 74. Rechnet man diesen Anteil raus, kommt man auf 669 Abc-Schützen in diesem Jahr zu 670 im vergangenen Schuljahr. „Erfahrungsgemäß kommen immer noch ein paar Schüler obendrauf, so dass wir vermutlich einen minimalen Anstieg haben. Das endgültige Ergebnis bringt die amtliche Schulstatistik Ende September“, erklärt der Schulrat.

Dabei entscheiden sich die Eltern zu über 80 Prozent für die nächstgelegene Grundschule in ihrem Bezirk. „Die Situation bei den Kleinen ist noch eine ganz andere als später für die weiterführende Schule. Dort gibt es dann einen intensiven Wettbewerb mit eigenen Profilen“, sagt Jan Stargardt. Auch die Schulen in sogenannten Brennpunkt-Vierteln haben seinen Angaben zufolge keine Probleme mit der Belegung. „Ich stelle jedesmal bei meinen Besuchen dort eine hohe Zufriedenheit der Eltern fest. Die Einrichtungen wissen aber auch um ihre schwierige Lage und lassen sich Einiges einfallen“, sagt er. Besonders die drei Innenstadt-Schulen (Vicelinschule, Mühlenhofschule, Johann-Hinrich-Fehrs-Schule) seien sehr aktiv.

Auffällig: Der Anteil der Schüler, die nicht aus Deutschland stammen, steigt weiter. Mittlerweile hatt jedes dritte Kind in der Stadt einen Migrationshintergrund. Etwa 200 Schüler erhalten einen Basis-Deutschkursus in den sogenannten Daz-Zentren (Deutsch als Zweitsprache) an der Mühlenhof-, Vicelin- und Helene-Lange-Schule – Tendenz steigend. Dabei sind die Flüchtlingskinder in der Erstaufnahme-Einrichtung am Haart noch nicht mit eingerechnet. Sie erhalten gesonderten Unterricht und werden durch Lehrer der Mühlenhofschule betreut.

Die voraussichtliche Zahl der Erstklässler in den einzelnen Grundschulen (in Klammern die amtliche Gesamtschülerzahl 2014/2015):

Gartenstadtschule:  48 (240)

Grundschule an der Schwale:

55 (272)

Grundschule Gadeland:

94 (331 - größte Grundschule)

Grundschule Wittorf: 52 (252)

Johann-Hinrich-Fehrs-Schule:

76 (312)

Mühlenhofschule:

42 (197 ohne Schüler der Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge)

Rudolf-Tonner-Schule:

51 (196 - kleinste Grundschule)

Timm-Kröger-Schule: 70 (273)

Vicelinschule: 51 (241)

Pestalozzischule:

42 (170 nur Grundschulteil)

Einfeld:

52 (227 nur Grundschulteil)

Hans-Böckler-Schule:

29 (102 nur Grundschulteil)

Fröbelschule: 7

 

 

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen