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Ratsversammlung : Die Wilhelm-Tanck-Schule soll wachsen, aber wo?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadtverwaltung soll auch untersuchen, ob die Räume der benachbarten Helene-Lange-Schule mitgenutzt werden können

von
erstellt am 15.Jun.2017 | 08:30 Uhr

Neumünster | In der April-Sitzung hatte die Ratsversammlung die Stadtverwaltung auf Antrag der SPD gebeten, die Raumnot an der Wilhelm-Tanck-Schule (WTS) mit einem Neubau zu lindern – oder zumindest dessen Machbarkeit zu prüfen. In der Sitzung am Dienstagabend gab es nun eine Mehrheit für einen zusätzlichen Prüfauftrag der CDU-Fraktion: Nun soll auch untersucht werden, ob die Räume der benachbarten Helene-Lange-Schule mitgenutzt werden können.

In der WTS ist es schon lange eng. Verschärft wurde die Lage noch durch den Bau einer Mensa zu Lasten von zwei Klassenräumen. Zurzeit werden frühere Räume der Landesberufsschule Medien- und Drucktechnik an der Steinmetzstraße mitgenutzt, weil der WTS etwa zehn Klassenräume sowie einige Differenzierungs- und Nebenräume fehlen (der Courier berichtete). Die Hela ist seit 2014 in Auflösung.

Im Prinzip besteht im Rat Einigkeit, dass etwas für die WTS passieren muss. Helga Bühse (CDU) wollte aber zumindest geprüft haben, ob man unbedingt neu bauen muss. „Wir müssen noch viel Geld für viele Schulen ausgeben. Darum ist es unsere Pflicht, auch die Wirtschaftlichkeit im Auge zu behalten“, sagte sie. An der Hela sei erst saniert worden. Ihr Fraktionschef Gerd Kühl ergänzte, ein Neubau könne niemals vor 2021 fertig sein, aber an der Hela könne man bald loslegen. Andere Schulen arbeiteten auch erfolgreich zusammen.

Bernd Delfs (SPD) fand den CDU-Antrag unnötig, argumentierte aber eher unsachlich und persönlich gegen Helga Bühse. Seine Fraktionskollegin Heidemarie Stephan warnte aus eigener Erfahrung (als ehemalige WTS-Lehrerin) vor einer Zusammenlegung. „So etwas hat sehr viele Nachteile – für den Unterricht, die Schüler, das Kollegium. Und wenn die Kinder immer über die viel befahrene Roonstraße müssen, wird es irgendwann einen Unfall geben.“

Gegen die Stimmen von SPD und Grünen wurde am Ende beschlossen, dass die Verwaltung nun beide Varianten überprüfen soll. Eine Vorentscheidung, wie genau die Zukunft der WTS aussieht, dürfte das aber noch lange nicht sein.

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