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Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 17:48 Uhr

Gadeland : Die Wehr will im Stadtteil bleiben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein gemeinsames Wehrhaus mit Wittorf im Industriegebiet Süd lehnen die Kameraden ab. Es gab nur elf Einsätze in 2015.

Neumünster | Die Feuerwehr in Gadeland will ihren Stadtteil nicht verlassen und hat einem Zusammenschluss mit der Wehr Wittorf in einem gemeinsamen neuen Wehrhaus im Industriegebiet Süd eine klare Absage erteilt.

Das bringe mehr Probleme als Vorteile, erklärte Wehrführer Heiko Kaack am Freitagabend bei der 127. Jahreshauptversammlung im Hotel Kühl den rund 80 Gästen. Einen entsprechenden Vorschlag hatte Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens zuvor gemacht (der Courier berichtete).

Kaack betonte, die jetzigen Ausrückezeiten könnten von einem neuen Standort im Industriegebiet nicht eingehalten werden. Zudem sei es den Jungs und Mädchen der Jugendfeuerwehr nicht zuzumuten, abends im Dunkeln mit dem Fahrrad durch das dann menschenleere Gebiet zu fahren. Ohne Einzelheiten zu nennen, kritisierte Kaack die Verwaltung: „Manchmal wünscht man sich im Rathaus mehr Flexibilität.“

Schon länger ist ein Umbau des Wehrhauses geplant, aus einer alten Wohnung in dem Gebäude soll ein Wehrführer-Dienstbüro werden. Ausdrücklich lobte Kaack den Fachdienst Feuerwehr: „Die Zusammenarbeit ist prima.“

Das Dienstjahr verlief für die 43 Aktiven unspektakulär. Nur elf Mal wurden die Gadelander alarmiert, zwei Mal davon wegen Bränden im Wertstoffzentrum der Stadtwerke in Wittorferfeld. Zu den traditionellen Aktionen wie der Teilnahme beim Müllsammeln, dem Maibaum-Aufstellen oder der Ehrenwache am Volkstrauertag kamen Aktionen wie Grillfest oder Fahrradtour.

Geehrt wurden Sylvia Bruhn für 10 Jahre und Tim Schwarzkamp für 20 Jahre Mitgliedschaft. Ganze 60 Jahre ist Günter Hagedorn dabei. Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre wurden Bernd Gosch und Karsten Spiegler ausgezeichnet. Matthias Weinrich wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. Verpflichtet wurden die Anwärter Lennart Dooms und Matthis Treptau.

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erstellt am 08.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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