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Kommunalwahl in Rickling : "Die Wahl hat den Willen zum Wechsel gezeigt"

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ABR ist die zweitstärkste Fraktion in Rickling geworden.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 07:56 Uhr

Rickling | In Rickling sind die Karten nach der Kommunalwahl am Sonntag neu gemischt. Mit dem Einzug der neuen Wählergemeinschaft Aktive Bürger Rickling (ABR) werden in der Gemeindevertretung nun drei Fraktionen sitzen, von denen keine alleine regieren kann.

Die größten Verluste musste die CDU hinnehmen. Sie verlor drei Sitze. Durch einen Sitz, der als Überhangmandat an die CDU ging, wird die Gemeindevertretung nun mit 18 Vertretern besetzt sein, von denen die Christendemokraten acht Sitze innehaben. Die ABR erreichte sechs Sitze (mit einem Direktmandat für Manfred Czub) und wird damit aus dem Stand zweitstärkste Kraft. Die SPD verlor zwei ihrer bisher sechs Sitze. Die Sozialdemokraten bilden damit das Zünglein an der Waage für die zukünftige politische Richtung in der Gemeinde.

Offen bleibt damit auch die Bürgermeisterfrage. Der bisherige Amtsinhaber Carl-Heinz Jantzen (CDU) will an seiner Kandidatur festhalten. Ob er sich jedoch die Zustimmung aus der SPD sichern kann, ist fraglich. Mit Stimmen aus der Wählergemeinschaft kann Jantzen wohl nicht rechnen, denn diese war mit dem erklärten Ziel angetreten, ihn als Bürgermeister zu verhindern. "Wir müssen jetzt damit leben, aber so ein Ergebnis ist deprimierend. Dennoch müssen jetzt alle Fraktionen zunächst einmal untereinander sprechen", sagte Jantzen dem Courier gegenüber.

Verhalten äußerten sich auch die Fraktionen der ABR und der SPD zu ihrem weiteren Vorgehen. "Wir haben eine Verhandlungskommission gebildet, die nun mit den anderen Parteien Kontakt aufnimmt. Wir sind in einer schwierigen Findungsphase, aber den Willen zum Wechsel hat die Wahl deutlich gezeigt, und wir werden uns dieser Herausforderung stellen", erklärte dazu der ABR-Fraktionsvorsitzende Christian Thomann. Eine Aussage, ob die ABR auch einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken will, wollte jedoch er nicht treffen.

Auch Andrea Wagner-Schöttke von der SPD hielt sich bedeckt. "Die ABR hat Kontakt mit uns aufgenommen, aber die Fraktion muss sich jetzt erst einmal beraten. Wir übernehmen ja in dieser richtungsweisenden Entscheidung eine große Verantwortung", erklärte sie. In der kommenden Woche wollen sich die Sozialdemokraten sowohl mit der CDU als auch mit der Wählergemeinschaft ABR treffen, um weitere Gespräche zu führen.

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