zur Navigation springen

Timmaspe : Die Versammlung am Sonntag fand Zuspruch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Bürger beteiligten sich an der Einwohnerversammlung zum Thema Energiekosten.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 07:45 Uhr

Erstmalig in der Timmasper Geschichte war gestern ab 10 Uhr eine Gemeindevertretersitzung mit einer anschließenden Einwohnerversammlung am Sonntag angesagt. „Ausschlaggebend für die Sitzung war die notwendige Änderung unserer Hauptsatzung, die von den Gemeindevertretern beschlossen werden musste, damit sie ab dem 1. Januar in Kraft treten kann“, erläuterte Bürgermeisterin Meike Derner.

In dieser Satzung neu geregelt sind unter anderem Bekanntmachungen in puncto öffentliche Sitzungen im Amtsblatt. Wer keine Lust hat, ins Verwaltungsgebäude nach Nortorf zu fahren, der kann auch per Mausklick im Internet unter „Amt Nortorf Land“ die amtlichen Mitteilungen aufrufen. In ausgedruckter Form werden die Mitteilungen auch im Timmasper Bekanntmachungskasten an der Feuerwache veröffentlicht. Die Mandatsträger stimmten der Beschlussvorlage einvernehmlich zu.

Im Anschluss erfüllte sich die Hoffnung der Bürgermeisterin auf eine rege Bürgerbeteiligung an der Einwohnerversammlung zum Thema Einsparmöglichkeiten bei den gemeindlichen Energiekosten. Rund 40 Timmasper wollten sich an der Diskussion beteiligen. Darunter auch junge Ehepaare mit Kindern, die Bürgermeisterin Derner bewusst ins Kalkül gezogen hatte. „Viele sind berufstätig und haben abends in der Woche nicht immer die Zeit, um an Bürgerversammlungen teilzunehmen, obwohl sie gern dabei gewesen wären. Die Dringlichkeitssitzung der Gemeindevertretung bot sich mir an, diesen Versuch zu wagen. Und ich freue mich, dass so viele Bürger dabei sind“, sagte Meike Derner. Ihr mutiger Schritt, die Zuhörer einmal zu animieren sich zur ungewohnten Stunde an einem Ruhetag aktiv an der Gemeindepolitik zu beteiligen, zahlte sich aus. Aufgeteilt in kleine Arbeitsgruppen machten alle bereitwillig mit, um nach Einsparmöglichkeiten bei den jährlichen gemeindlichen Strom- und Gaskosten von insgesamt rund 50 000 Euro zu suchen.

Verursacht werden diese Kosten vor allem durch die öffentlichen Einrichtungen Schule, Freibad, Kita, Sporthalle und Sportheim. Bei den Stromkosten für die Straßenbeleuchtung sind die Weichen bereits gestellt. Auf Beschluss der Gemeindevertreter wird die Beleuchtung auf stromsparende LED-Lampen umgerüstet. Vorgeschlagen wurde von den Timmaspern unter anderem, alle Elektrogeräte in den Einrichtungen sowie Heizungsanlagen auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen, Wärmedämmungsmaßnahmen zu prüfen, über eine gesteuerte Lichtschaltung nachzudenken, damit die Leuchtkörper ausgehen, wenn keiner mehr im Gebäude ist oder einmal zu prüfen, ob sich Investitionen für den Eigenbedarf in die Solar- und Windtechnik insbesondere beim Betrieb des Freibades rechnen. Bürgermeisterin Meike Derner versicherte den Zuhörern, dass alle Anregungen im Bauausschuss zur Aussprache kommen werden.



Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen