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Stadtmeisterschaft : Die Tungendorfer verteidigten den Titel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Hundesportler rangen um die Titel. Die Lübecker Kampfrichterin urteilte streng.

shz.de von
erstellt am 22.Jun.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Der Gebrauchshundsportverein (GHSV) Tungendorf konnte am Sonnabend seinen Stadtmeisterschaftstitel erfolgreich gegen den Verein für Hundesport (VfH) Wasbek und den Polizeihundverein (PHV) Neumünster verteidigen. Auf dem Hundesportplatz des Gastgebers GHSV am Großharrier Weg waren 24 Hund-Mensch-Gespanne gegeneinander angetreten.

Begleithund- und Vielseitigkeitsprüfungen (Gehorsam und Schutzdienst) waren gefordert. „Bei der Begleithundeübung muss der Hund zeigen, wie verkehrs-tauglich er ist. Das heißt, er muss besonders freundlich sein, bei Fuß laufen und sich etwa beim Passieren von Personengruppen unbeeindruckt zeigen“, erklärte Matthias Reymann, Vorsitzender des ausrichtenden GHSV Tungendorf. Eine gute Leistung zeigten dabei sein Vereinskollege Harald Voßbeck und Labrador Da’Vinci (4). „Er ist jetzt der vierte Hund, mit dem ich arbeite. Ich habe mit ihm begonnen, da war er gerade 15 Monate alt. Das Alter muss er haben, um Prüfungen ablegen zu können“, erzählte der Hundesportler. Mit seinem Da’Vinci nahm er zum dritten Mal an einer Stadtmeisterschaft teil. „Ich war sehr aufgeregt“, räumte Voßbeck ein. Am Ende holte er 52 von 60 erreichbaren Punkten in der Begleithund-prüfung und verfehlte nur knapp den Einzelsieg, den holte sich mit 54 Punkten das PHV Duo Mohamed Abdel Meguid und sein Malinois Nico.

Beim Gehorsam nimmt der Schwierigkeitsgrad ein Stück zu. Auch hier darf sich der Hund von Geschehnissen in der Umgebung nicht ablenken lassen. Auf die Kommandos seines Menschen muss das Tier prompt reagieren. Sitz und Platz müssen aus dem Lauf heraus und bestenfalls sofort erfolgen. Zu langes Zögern und Nichtreagieren wurden mit Punktabzug bewertet.

Am Ende wurde es wieder besonders aktionsreich bei den Schutzdienstübungen. Dabei sucht der jeweilige Hund auf Kommando Verstecke ab. Hinter einem hatte sich Schutzdiensthelfer Patrick Gast versteckt. Wird das Tier fündig, muss er den „Delinquenten“ zunächst verbellen. Es darf hier aber noch nicht in den gut geschützten Arm des Schutzdiensthelfers beißen. Im weiteren Verlauf – jetzt wird’s spektakulär: Schutzdiensthelfer und Hund laufen aufeinander zu. Dabei springt das Tier schließlich aus vollem Lauf auf den Helfer zu und verbeißt sich in dem gut geschützten Arm. Fehler wurden von der besonders strengen Leistungsrichterin Bärbel Wilken mit Punktabzug bestraft. Insgesamt neun der 24 Teilnehmer erreichten das Mindestziel nicht, was den harten Stil der Lübecker Leistungsrichterin unterstreicht.

Die Tungendorfer hatten am Ende mit 445 Gesamtpunkten die Nase vorn. Gefolgt vom PHV mit 389 Punkten. Wasbek hatte mit 373 Punkten das Nachsehen. Auch bei den Einzelsiegen ließen sich die Tungendorfer nicht die Butter vom Brot nehmen. GHSV-Hundesportlerin Nadja Neugebauer mit Malinos Fenris erzielte mit 89 von 100 Punkten den Sieg bei der Vielseitigkeit-/ Gehorsamübung. Tungendorfer Sönke Panitzki und sein Malinois Ace holten mit 90 von 100 Punkten den Einzelsieg im Schutzdienst.

„Es war insgesamt eine runde Veranstaltung“, resümierte Prüfungsleiter Kai Dießner gestern. Von der Leistungsrichterin hätte er sich allerdings mehr Fingerspitzengefühl gewünscht. „Viele Teilnehmer wurden doch sehr hart abgestraft“, sagte er.





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