Die Terrasse ist mein zweites Wohnzimmer

20100504-7ru_3196

23-2501579_23-55081953_1378890580.JPG von
15. Juli 2014, 11:12 Uhr

„Das zweite Wohnzimmer“, so nenne ich in den Sommermonaten immer unsere heimische Terrasse, von der ich an besonders schönen Tagen fast nicht runter zu bringen bin. Auch ein bedeckter Himmel hält mich nicht davon ab, dort meinen Kaffee zu trinken oder Zeitung zu lesen.

Dumm ist nur, schweift mein Gartenblick so umher, die Entdeckung unerwünschter, teils sehr hartnäckiger Blühgenossen in Form von Unkraut und das sofortige Signal, dem zu Leibe zu rücken. Nun gibt es kein Zurück mehr und ich robbe wie ein kanadischer Waldarbeiter durchs „Unterholz“. Der Kaffee wird kalt, die Zeitung vom Winde verweht.

Längst ist aus der kleinen Unkrautvernichtung eine mittelgroße und schweißtreibende Gartensanierung geworden, kritisch beobachtet wurden die Aktionen von Katze und Amsel. Die Katze liegt genüsslich auf dem Rücken in der Sonne, die Amsel wartet auf den Moment, einen Wurm auf der Flucht erspähen zu können.

Der Tag neigt sich, der Rücken auch. Jetzt abtauchen können in einen hauseigenen Swimmingpool mit von der Sonne des Tages erwärmtem Wasser, wäre die richtige Belohnung für diese Aktion. Nicht nur das Unkraut blüht, mein Wunsch nach Wasser auch. Mein „zweites Wohnzimmer“ hat mich wieder. Hundemüde lasse ich mich in einen Gartenstuhl fallen und mit dem Gesang der Vögel fallen mir auch die Augen zu, bis frischer Kaffeeduft mich und meine Lebensgeister wieder weckt.



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen