Neumünster : Die Telefone laufen heiß

Richard Katzmann (links) und Jonas Sage arbeiten in der neuen Vermittlung.
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Richard Katzmann (links) und Jonas Sage arbeiten in der neuen Vermittlung. Fotos: Kierstein

Die Kinderstadt hat nun eine Vermittlung. Behörden und Betriebe können sich austauschen.

shz.de von
17. Juli 2018, 08:15 Uhr

Neumünster | In einem kleinen Zelt in der Kinderstadt Neumünstrum steht seit gestern eine Telefonvermittlung. Acht Feldtelefone sind an ihr angeschlossen und vereinfachen die Kommunikation zwischen den wichtigen Stellen innerhalb der Stadt.

„Tourismus, Rathaus, Polizei, Passkontrolle, Küche, Tischlerei und die Feuerwehr haben ein Telefon bekommen“, erklärt Torsten Bülck, Leiter der Kommunikation beim Technischen Hilfswerk (THW). Am Wochenende hatten Bülck und seine THW-Mitarbeiter insgesamt zirka zwei Kilometer Kabel in der Stadt verlegt. Gestern wurden die Telefone getestet.

„Es läuft alles einwandfrei“, sagt Richard Katzmann (9). Zusammen mit sechs weiteren Kindern übernimmt er die Vermittlung. Denn einfach irgendwo anzurufen, das geht mit den Feldtelefonen nicht. Die Behörden rufen bei der Vermittlung an. Diese verbindet dann. Und das ganz altmodisch per Stecksystem. Ein Kabel, das die Vermittler an die richtige Stelle stecken, stellt den Anschluss her.

„Momentan verbringen wir viel Zeit damit, den Behörden die Funktion der Telefone zu erklären“, sagt Jonah Voigt (12). Er ist einer der Techniker. Diese Arbeit ist wichtig, da die 1955 entwickelten Feldtelefone noch mit einer Kurbel betätigt werden. Zum Sprechen muss zudem ein Knopf am Hörer fest gedrückt werden.

Gestern wurde noch viel herumprobiert, doch es gab auch schon über 30 echte Telefonate. „Das ist eine wirklich tolle Neuerung. Jetzt kann ich in der Küche anrufen und die bringen mir dann was zu trinken“, sagt Mattis Kunkat (11), der als Tischler arbeitet. Doch auch das Rathaus und die Polizei nutzen die neue Technik, um sich auszutauschen.

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