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Holsteinischer Courier

19. August 2017 | 00:09 Uhr

Bordesholm : Die Tafel zieht in eine Halle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am 17. März soll die erste Ausgabe am neuen Ort sein. Mietvertrag gestern übergeben.

Bordesholm | Die Tafel in Bordesholm wird bald in einem größeren Raum gedeckt: Ab heute mietet der Kirchengemeindeverband als Träger der Tafel Bordesholm  neue Räume im Lüttparten vom Amt.

„Läuft alles nach Plan, können wir am Freitag, 17. März, hier zum ersten Mal das Essen ausgeben“, sagte Beate Kälbert, Leiterin der Tafel,  gestern bei der offiziellen Übergabe des Mietvertrags erfreut. Bis dahin soll die Ausgabe ohne Unterbrechung weiterhin jeden Freitag an der Christuskirche an der Bahnhofstraße statt finden. Der Umzug in die 236 Quadratmeter große umgebaute Halle im Gewerbegebiet Lüttparten 8 ist dringend, wie Dieter Danker (67), einer der 40 ehrenamtlichen Tafel-Helfer, erklärte: „Bisher müssen wir das Essen jeden Freitag über zwei Rampen in den Ausgaberaum bei der Kirche bringen. Wir sind fast alle Rentner, und die Schlepperei ist echte Knochenarbeit.“ Im Lüttparten entfällt die Plackerei, weil Ausgaberaum, Warteraum, Lager und Kühlraum sowie ein Büro ebenerdig liegen. „Das ist für uns das Wichtigste“, sagte Beate Kälbert. „Und für unsere Abholer ist der Standort perfekt, weil er zwar zentral, aber nicht auf dem Präsentierteller liegt“, erklärte sie weiter.

Jeden Freitag sorgen etwa 15 Helfer, darunter auch syrische Flüchtlinge, dafür, dass bedürftige Menschen aus Bordesholm genug zu essen auf den Tisch bekommen. „Im Grunde ist die Einrichtung einer Tafel ein Skandal“, gab Thomas Engel, Pastor der Klosterkirche in Bordesholm, zu bedenken und dankte den vielen Helfern der Tafel. Zurzeit sind 130 Haushalte auf die Tüten angewiesen, die für einen Euro mit gespendeten Nahrungsmitteln gefüllt und ausgegeben werden.

Unter den 360 Menschen sind 131 Kinder und 239 Flüchtlinge. „Angefangen haben wir 2008 mit 50 Haushalten“, resümierte Beate Kälbert.

Die einstige Halle samt Grundstück hatte das Amt Bordesholm 2015 gekauft und für 285000 Euro umbauen lassen. Ursprünglich war das Gebäude als Notunterkunft für Flüchtlinge gedacht. Im Frühjahr 2016 wurde der Ausbau zur Notunterkunft gestoppt. Nun vermietet das Amt für 500 Euro monatlich die Halle an die Tafel. „Finanzieren können wir das dank  Spenden. Außerdem deckt das sogenannte Tütengeld schon einen Teil der Miete ab“, erklärte Beate Kälbert.

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erstellt am 01.Feb.2017 | 08:45 Uhr

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