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Holsteinischer Courier

21. August 2017 | 22:10 Uhr

Grossenaspe : Die Tafel wird vergrößert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Boostedt unterstützt die Investition. Die Leiterin des Großenasper Tafelteams, Klara Schöneck, sucht noch Helfer und ist für Spenden dankbar.

Grossenaspe | Immer mehr Menschen benötigen die Unterstützung der Großenasper Ausgabestelle der Tafel Bad Bramstedt. Deshalb reichten die vorhandenen Räumlichkeiten an den Garagen hinter dem Gemeindebüro an der Hauptstraße  2 nicht mehr aus. Jetzt haben deshalb die Bauarbeiten zur Erweiterung der Einrichtung begonnen. Entstehen wird ein größerer Bedienraum sowie ein Aufenthaltsraum für die Kunden, die bisher bei Wind und Wetter draußen warten mussten.

Die Kosten für den Umbau in Höhe von rund 3000 Euro übernimmt zunächst die Gemeinde Großenaspe. „Aber da auch Kunden aus Boostedt die Tafel in Großenaspe nutzen, hat Bürgermeister König (CDU) bereits zugesagt, dass Boostedt sich an den Kosten beteiligen wird“, berichtete Groeßnaspes Bürgermeister Torsten Klinger (CDU).

Hartmut König selbst erklärte dazu auf Anfrage, dass es für ihn selbstverständlich sei, bei gemeinsamen Aufgaben gemeinsame Lösungen zu suchen. „Da hört die Zuständigkeit nicht am Ortsschild auf. Deshalb werden wir in Kontakt bleiben und sehen, was wir gemeinsam für die Menschen tun können“, sagte er.

Zurzeit werden von der Ausgabestelle 47 Haushalte mit insgesamt 139 Personen unterstützt. Darunter sind vor allen Dingen alleinstehende Mütter mit Kindern und Rentner. „In zunehmendem Maße gehören jedoch auch Asylbewerber, die in Großenaspe wohnen, zu den Kunden“, erläuterte die Leiterin des Großenasper Tafelteams, Klara Schöneck. „Und wenn wir im kommenden Jahr weitere Asylbewerber aufnehmen müssen, wird sich diese Zahl noch einmal deutlich steigern“, war sie sich sicher. Deshalb freue sie sich sehr darüber, dass die Gemeinde sich bereit erklärt habe, in den Ausbau zu investieren. „Das ist großartig für uns. Die kleine Ausgabe platzte aus allen Nähten. Aber besonders gut finde ich, dass die Leute zukünftig nicht mehr wie auf dem Präsentierteller vor der Tür stehen müssen“, erklärte Schöneck.

„Schlimm ist allerdings auch, dass sich die Situation der Bedürftigen nur selten verbessert“, erzählte die Ehrenamtlerin weiter. Auch deshalb seien die Aktiven dankbar für den Kreis der Spender, der den Verein seit Jahren unterstützt. „Darunter sind der örtliche Supermarkt ebenso wie ansässige Landwirte. Und auch zahlreiche private Spender bringen immer wieder etwas vorbei“, berichtete Schöneck. „Aber natürlich wünschen wir uns dennoch noch mehr Mitglieder und Helfer, denn es wird immer mehr Arbeit. Und die Kosten, zum Beispiel für Transportfahrzeuge und Treibstoff, steigen. Ebenso werden Fahrer für den Transport der
Waren weiterhin dringend gesucht“, warb sie für die Unterstützung der Einrichtung.  

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