zur Navigation springen

Kriminalität : Die Täter kommen tagsüber: Mehr Wohnungseinbrüche

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Insgesamt gibt es im Kreis Segeberg weniger Straftaten.

Bad Segeberg | Gestern wurde die Kriminalstatistik 2015 für den Kreis Segeberg vorgestellt. Insgesamt gibt es weniger Straftaten. Allerdings hat die Zahl der Wohnungseinbrüche zugenommen – und das insbesondere tagsüber.

Die Fälle der Wohnungseinbrüche (schwere Fälle) steigen erneut, diesmal um 70 Taten (9,2 Prozent) auf 832. Davon entfallen insgesamt 321 Fälle auf Tageswohnungseinbrüche. Das entspricht nach leichten Rückgängen in 2014 nun einer deutlichen Steigerung um 35,4 Prozent. Im Bereich der Einbruchdiebstähle sinkt die Aufklärungsquote von 12,5 auf 6,7 Prozent. Damit reißt die positive Entwicklung der Vorjahre ab. „Wir müssen feststellen, dass wir trotz der intensiven Arbeit an diesem Schwerpunkt unsere Zielsetzung, nämlich die weitere Senkung der Fallzahlen und weitere Erhöhung der Aufklärungsquote, nicht erreicht haben“, erklärte Jan Lewering, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg. Und Stefan Kiehl, stellvertretender Leiter der Kriminalinspektion Bad Segeberg, sagte: „Wir müssen die Ermittlungen weiterhin intensivieren. Und wir müssen es schaffen, den Bürger einzubinden durch intensive Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit. Denn wir wissen, ohne die Hilfe der Bevölkerung geht es nicht.“

Dennoch: „Im Kreis Segeberg lebt man noch immer deutlich sicherer als in den großen Städten und einigen anderen Landkreisen Schleswig-Holsteins“, sagte Jan Lewering. Die Wahrscheinlichkeit, im Kreis Segeberg Opfer einer Straftat zu werden, bemisst sich an der sogenannten Häufigkeitszahl. Diese sinkt auf einen Wert von 5756 und liegt damit, wie in der Vergangenheit, deutlich unter dem Landesdurchschnitt (7157).

Die Zahl der erfassten Straftaten nimmt gegenüber 2014 geringfügig ab (-3,6 Prozent), insgesamt sind es 15 252 Straftaten. Die Aufklärungsquote liegt bei 45,5 Prozent (2014: 45,9 Prozent). Die Aufklärungsquote im Bereich der Sexualdelikte bewegt sich erneut auf hohem Niveau. Drei Viertel aller Fälle sind aufgeklärt, bei der Verbreitung von Kinderpornografie werden sogar 100 Prozent aufgeklärt, hieß es gestern.

Die Zahl der jugendlichen und heranwachsenden Tatverdächtigen ist nach einer leichten Steigerung in 2014 im Jahr 2015 wieder rückläufig. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahren beläuft sich auf 1372 (2014: 1427) und nimmt damit um 3,9 Prozent ab. Die Altersgruppe der 14- bis unter 18-Jährigen stellt nach wie vor den größten Anteil.

Die Diebstähle (insgesamt) nehmen leicht ab und machen mit 47 Prozent erneut fast die Hälfte aller Straftaten aus. Rund 21 Prozent der Taten sind aufgeklärt.

Von den insgesamt 2058 Rohheitsdelikten (2014: 2108) entfallen knapp drei Viertel auf Körperverletzungen. Die Aufklärungsquote ist hoch, sie liegt bei 88,7 Prozent.

Rauschgiftkriminalität bleibt ein Feld, das die Polizei weiterhin intensiv beschäftigen wird. Im Jahr 2015 ermittelt die Polizei in 594 Fällen (2014: 561) wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die hohen Steigerungsraten des Jahres 2014 (damals um fast 21 Prozent), werden in 2015 nicht wiederholt. Die Zahlen steigen jedoch weiter, nämlich um 5,9 Prozent. Die Aufklärungsquote ist nahezu unverändert bei 89,2 Prozent.

Erneut haben die Strafverfahren wegen Widerstand gegen Polizisten abgenommen. In 2015 sind 38 Fälle (2014: 43) registriert. 





zur Startseite

von
erstellt am 13.Mär.2016 | 09:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen