Grossflecken : Die Stadt will die Fahrbahnen verschieben

Blick von Karstadt auf die Gänsemarkt-Kreuzung: Die Stadt will die Straße leicht nach rechts verschieben.
Blick von Karstadt auf die Gänsemarkt-Kreuzung: Die Stadt will die Straße leicht nach rechts verschieben.

Der Ausbau der Gänsemarkt-Kreuzung soll gleich nach der Holstenköste starten.

shz.de von
27. Januar 2015, 06:45 Uhr

Neumünster | In der Dauerdiskussion um den Ausbau der Gänsemarkt-Kreuzung gibt es neue Überlegungen: Um eine bessere Anbindung der künftigen Holsten-Galerie an den Großflecken zu schaffen, will die Stadt die Fahrspuren vor dem Kuhberg-Karree um ein bis zwei Meter nach Osten in Richtung Kuhberg-Karree verlegen. Entsprechende Pläne sollen am kommenden Donnerstag, 29. Januar, im Bauausschuss vorgestellt werden.

Die Stadtplaner greifen damit eine Anregung aus dem Ausschuss aus dem vergangenen Jahr auf (der Courier berichtete). „Wir halten die Verlegung für eine gute Idee“, sagte gestern Bauamtschef Ralf-Joseph Schnittker gegenüber dem Courier. Die Verschiebung der Straße ermögliche es, auf der Teichseite eine ansprechende breite Promenade zu schaffen, die dem von der Politik gewünschten Boulevard-Charakter der Verbindung zum Großflecken nahe komme, sagte Schnittker. Zugleich böte die Verbreiterung der Promenade Gelegenheit, den Radweg von Höhe Karstadt bis zur Straße am Teich endlich normgerecht auszubauen, so Schnittker. Konkrete Maße wollte er gestern aber noch nicht nennen. „Wir möchten im Bauausschuss erst ein grundsätzliches Okay einholen, bevor wir mit den Feinplanungen beginnen“, so der Bauamtsleiter.

Fest steht dagegen, dass die Kreuzung Gänsemarkt / Großflecken ab Juni – unmittelbar nach der Holstenköste – ausgebaut wird. Um die Kreuzung leistungsfähiger zu machen, hat sich die Stadt in einem städtebaulichen Vertrag verpflichtet , die Kreuzung spätestens bis zum Start der Holsten-Galerie im November um zwei Rechtsabbiegespuren aus Richtung Rathaus und aus Richtung Bahnhof zu erweitern. Die Kosten für diesen Umbau trägt der Erbauer des neuen Einkaufs-Centers ECE – die Verschiebung der Trassen müsste die Stadt selber tragen.

Um bis zum Start der Galerie fertig zu werden, müssten die Bauarbeiten spätestens in der 25. oder 26. Kalenderwoche (Mitte Juni) beginnen, mahnt Schnittker.

Bereits im Bauausschuss beschlossen ist, dass die Fußgängerüberwegung über den Großflecken an der Kreuzung großzügig aufgepflastert werden soll, um Passanten die Querung zu erleichtern. Bei der Stadt hofft man, dadurch auf die umstrittene Verkürzung von Ampel-Grünphasen für die Zufahrt auf den Großflecken verzichten zu können.

Mit dem Umbau soll auch das Granitpflaster des Großfleckens zwischen Kreuzung und Höhe Karstadt aufgenommen und gegen ein „fußfreundlicheres“ Pflaster ausgetauscht werden. Es wäre der Einstieg in die Neugestaltung des Großfleckens. Rund 1,2 Millionen Euro haben die Parteien dafür bei den Haushaltsberatungen im Dezember bereitgestellt. Spätestens bis zum Bauausschuss am 19. März will Schnittker Detailpläne vorlegen und Vorschläge für das neue Pflaster unterbreiten. „Das will jetzt alles gut getaktet sein“, sagte Schnittker.

Auch die Politik hat den wachsenden Zeitdruck beim Umbau der Gänsemarkt-Kreuzung offenbar erkannt: „Wir erwarten von der Verwaltung jetzt einen genauen Zeitplan, wie und wann die nächsten Schritte umgesetzt werden“, sagte gestern Helga Bühse (CDU), stellvertretende Vorsitzende im Bauausschuss.

> Der Bauausschuss tagt am Donnerstag ab 17.30 Uhr im Neuen Rathaus, Raum 2.5.

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