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Stadtplanung : Die Stadt will die Brausebude neu beleben

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Holzhäuschen soll grundlegend saniert und zu einem Blickfang am Teichufer aufpoliert werden. Der neuer Pächter könnte ab 2015 einziehen.

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erstellt am 02.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Die Brausebude am Teichufer bekommt eine zweite Chance: Noch in diesem Jahr will die Stadt der kleinen Traditionsschänke neben Karstadt eine grundlegende Sanierung gönnen und auch das Umfeld kräftig aufmöbeln. Läuft alles nach Plan, könnte   bereits  Anfang 2015  ein neuer Pächter den Dornröschenschlaf des hölzernen Schmuckstücks beenden.

Aus Sicht der Stadt ist das kleine Häuschen ein wichtiger Blickfang und Ruhepol, der   das Parkgelände am Teichufer kräftig aufwertet, aber auch die „gefühlte Distanz“ zwischen der künftigen Holsten-Galerie   und dem Großflecken verkürzen könnte. „Uns schwebt ein Kaffee- oder kleiner Snackbetrieb vor, der  sich vom gängigen Angebot  möglichst abhebt“, erklärte Heidemarie Schwäke, die das Projekt für die städtischen Liegenschaften betreut. Noch in diesem Sommer will   sie den Betrieb  öffentlich ausschreiben. Erste Interessenten soll es  bereits geben.

Das knapp  vier mal vier Meter große Holzhäuschen mit den markanten Verzierungen war 2002 nach historischem Vorbild von einem privaten Betreiberpärchen auf städtischem Grund errichtet worden. Der Bau erinnert an die historischen Brausebuden, die  ab 1880 auch  in Neumünster Passanten und Sommergäste  mit Erfrischungen versorgten. Die Brausebude bei Karstadt mit ihren  Gauben und dem kleinen Türmchen ist dabei einem Original  nachempfunden, das  zum Ende des 19. Jahrhunderts am Eingang der Holstenstraße stand.

Mit dem Nachbau  wollten die Betreiber an die Tradition dieser Erfrischungsbuden   anknüpfen, schon bald wurden aber auch Snacks und Imbisswaren aus der Bude heraus verkauft, um das Geschäft anzukurbeln. Zuletzt hatte hier ein Pizza-Bäcker sein Glück versucht, aber Ende 2012 aufgegeben. Zehn Jahre nach dem Bau war das Häuschen in den Besitz der Stadt übergegangen.

Mit der Renovierung der Bude selbst will die Stadt jetzt auch den Bereich drumherum neu gestalten. Zurzeit  bemüht man sich um eine Verlegung der Schalterkästen vor der Uferböschung. Auch die  Theaterschaukästen sollen verschwinden, um Platz für eine kleine heckengesäumte Uferterrasse mit drei oder vier Gartentischen zu schaffen. Künftige Gäste der Brausebude hätten dann etwas abseits der Promenade vom Gartentisch aus freien Blick über den Teich.

Viel Platz für große Gastronomie herrscht in der Hütte aber nicht. Die hat Wasser- und Stromanschluss, aber  keine Toilette. Die Lagerkapazitäten sind begrenzt, und einen Müllcontainer  im Umfeld der Bude will Schwäke nicht zulassen, genauso wenig wie   Biertische, billige Plastikstühle  oder Einmalgeschirr, das sich dann möglicherweise  am Ufer oder im Teich wiederfinden würde. „Es soll schon etwas Besonderes sein“, unterstreicht Heidemarie Schwäke, die über die Pachtpreise noch nichts verraten möchte. Nur so viel: Die Stadt dürfe als Verpächter  weder als Preistreiber  noch als Preisdrücker auftreten, andererseits müsse sich das Projekt selbst tragen können.

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