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Alte Rendsburger : Die Stadt verhandelt über einen Bahnübergang

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Ersatz für die marode Fußgängerbrücke kostet rund 500.000 Euro. Eine neue Brücke würde ein Vielfaches kosten

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 07:00 Uhr

In die Debatte über eine neue Bahnquerung an der (alten) Rendsburger Straße kommt wieder Bewegung. Die Stadtverwaltung soll Gespräche mit der Deutschen Bahn über den Bau eines barrierefreien beschrankten Bahnübergangs aufnehmen. Darauf hat sich der städtische Ausschuss für Bau, Planen und Umwelt verständigt.

Der neue Übergang soll die Fußgängerbrücke ersetzen, die die Gleise am Ende der alten Rendsburger Straße zum Stoverweg hin überspannt. Die Brücke ist seit Oktober 2013 wegen gravierender Rostschäden gesperrt, eine Reparatur ist nicht mehr wirtschaftlich (der Courier berichtete).

Der Stadtteilbeirat Gartenstadt und vor allem die Eltern von Schulkindern nördlich der Bahnstrecke haben in den vergangenen Monaten immer wieder auf einen Ersatz für die marode Brücke gedrängt.

Das Problem der Stadt: Weil an der betreffenden Stelle eigentlich gar keine Bahnquerung festgelegt ist, müsste die Stadt die Kosten für den Ersatzbau weitgehend selber tragen. Wegen der hohen Kosten hat sich die Stadt inzwischen von teuren Brückenplänen wieder verabschiedet. Für die teuerste Variante, eine Brücke mit (behindertengerechten) Fahrstühlen auf beiden Seiten, hatten Fachleute Kosten von rund 1,7 Millionen Euro veranschlagt.

Die Kosten für einen beschrankten Bahnübergang werden dagegen auf „nur“ rund 500 000 Euro geschätzt. Der Posten soll jetzt in den Haushalt für 2015/16 eingestellt werden. Ob es Fördermittel von Land, Bund oder EU gibt, ist noch offen.

Kurt Feldmann-Jäger, SPD-Mitglied im Stadtteilbeirat der Gartenstadt und früherer Stadtteilvorsteher, mahnte im Bau-Ausschuss, schon beizeiten den Winterdienst für den Schulweg durch den Osterhofpark sicherzustellen. Wegen der gesperrten Brücke müssen Schulkinder aus den Wohngebieten nördlich der Bahntrasse seit der Brückensperrung einen weiten Umweg durch die Parkanlagen in Kauf nehmen.

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