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Demografischer Wandel : Die Stadt plant neue Ausbildungsgänge

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Techniker und Ingenieure könnten dazukommen / Elf neue Azubis haben in der Verwaltung und im Technischen Betriebszentrum angefangen

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2017 | 09:00 Uhr

Neumünster | Die Zahl der Auszubildenden in der Stadtverwaltung könnte in den kommenden Jahren deutlich steigen. „Wir denken darüber nach, neue Ausbildungsberufe anzubieten. Zudem wird sich der demografische Wandel bemerkbar machen. Einige Mitarbeiter gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Das wollen wir ausgleichen“, erklärte Ausbildungsleiterin Katja Gorzolka gestern bei der Vorstellung von elf neuen Azubis in der Feuer- und Rettungswache im Gefahrenabwehrzentrum. Sie ergänzen die bereits im März gestarteten vier neuen Brandmeisteranwärter bei der Berufsfeuerwehr. Dort starten am 1. Oktober zudem zwei Azubis als Notfallsanitäter.

Im Gespräch sind im Rathaus unter anderem Ausbildungsgänge zum IT-Techniker, Programmierer, aber auch als Ingenieur. „Wir wissen, dass auch Unternehmen in der freien Wirtschaft Fachkräfte benötigen, sehen darin aber keine wirkliche Konkurrenz“, erklärte Stadtrat Thorsten Kubiak. Die Bewerber würden sich danach entscheiden, ob sie lieber einen sicheren Job in der Verwaltung oder die Herausforderung in Unternehmen suchen, so Kubiak.

Derzeit kann man bei der Stadt acht Berufe lernen: Verwaltungsfachangestellte, den dualen Studiengang „Bachelor of Arts – Allgemeine Verwaltung“ (sogenannte Stadtinspektoranwärter), Bauzeichner mit Fachrichtung Architektur und Fachrichtung Tief-, Straßen- und Landschaftsbau, Notfallsanitäter, Brandmeisteranwärter, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Bibliothek, Fachkraft für Abwassertechnik und Gärtner (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau).

Im Rathaus merkt man noch nichts davon, dass es zunehmend schwieriger wird, geeignete junge Leute für eine Ausbildung zu gewinnen. „Die Zahl der Bewerber für alle angebotenen Berufe ist wie in den vergangenen Jahren bei rund 660 stabil geblieben“, sagte Katja Gorzolka. Besonders beliebt sei das duale Studium gewesen (191 Interessenten), gefolgt von 150 Bewerbern für die Feuerwehr und rund 100 Kandidaten für die Stellen als Verwaltungsfachangestellte. Bereits Tradition hat, dass sich bei der Feuerwehr und im Technischen Betriebszentrum vor allem junge Männer bewerben, aber für die klassischen Verwaltungsberufe mehr die Frauen. „Insgesamt liegt der Anteil etwa bei 50 zu 50; wobei in der Verwaltung die Frauen mit einem Anteil von 70 zu 30 deutlich dominieren“, so Katja Gorzolka.

Neu sind seit dem 1. August Johanna Frenz und Anne Grünberg aus Neumünster, Birgit Struve aus Nortorf sowie Lena Seute und Lokman Zinar Demir aus Kiel als angehende Verwaltungsfachangestellte. Als Stadtinspektoranwärterinnen starteten Neele Böckenhauer, Julia Krause, Julia Schwark (alle aus Neumünster) und Tomke Ehlers aus Schillsdorf in das duale Studium. Tomke Ehlers hat zuvor bereits die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten im Rathaus beendet. Arwed Holler aus Neumünster macht nun die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik. Und die Stadtbücherei ist ab sofort der Arbeitsplatz der angehenden Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Ireen Elisabeth Newton de Pinto aus Borstel-Hohenraden (Kreis Pinneberg). Sie hat mit 40 Bewerbungen die meisten unter den Neuen geschrieben: „Der Ausbildungsberuf wird nicht so häufig angeboten. Ich freue mich, dass es in Neumünster geklappt hat“, sagte sie.

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