zur Navigation springen

Finanzlage Bessert sich : Die Stadt macht einen dicken Überschuss

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

18,5 Millionen Euro mehr Einnahmen als Ausgaben verbuchte die Verwaltung im vergangenen Jahr.

von
erstellt am 06.Jun.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Das ist weit mehr als die berühmte schwarze Null: Die Stadt hat im Jahr 2016 einen Überschuss von 18,5 Millionen Euro erzielt. Das geht zwar auch auf ein paar Sondereffekte zurück, aber generell lässt sich sagen: Der 2010 beschlossene Streich- und Sparkurs greift. Zu großen Teilen wurde dieses Spitzenergebnis allerdings von den fleißigen Neumünsteraner Steuerzahlern ermöglicht.

Der Finanzausschuss beschäftigt sich auf seiner Sitzung am Mittwoch, 7. Juni, um 17.30 Uhr im Rathaus mit dem (vorläufigen) Jahresabschluss 2016.

In den Unterlagen für den Ausschuss zeigen Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Finanz-Stadtrat Oliver Dörflinger die wichtigsten Gründe auf. In erster Linie nennen sie die Einnahmen aus der Gewerbesteuer, denn die schnellten im vergangenen Jahr auf 46,7 Millionen Euro nach oben. Im (ebenfalls schon sehr guten) Jahr 2015 zahlten die Betriebe 35,3 Millionen Euro ins Stadtsäckel ein.

Für die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen bezahlte das Land rückständige Erstattungen für 2015; das brachte einmalig 5,2 Millionen in die Kasse. Ebenfalls nicht wiederholbar ist eine Sondereinnahme von 6,6 Millionen, weil die Krankenkassen für Rettungseinsätze aus 2015 nachzahlten.

Vom Land flossen weiter die Konsolidierungszuschüsse für besonders verschuldete Städte (3,1 Millionen Euro). Auf der Ausgabenseite sparte die Stadt etwa 2,3 Millionen, weil sie auf den bereits beschlossenen Ausbau der ehemaligen Hindenburg-Kaserne zum Flüchtlingszentrum verzichtete. Negativ wirkte sich 2016 der Anstieg der Personalkosten aus, zur Hälfte bedingt durch den Ausbau der Kinderbetreuung und der Jugendhilfe. 2016 war haushaltstechnisch das beste Jahr seit langem. 2011 betrug der Überschuss beispielsweise 12,6 Millionen Euro, allerdings zum Großteil bedingt durch den Verkauf des millionenschweren Grundstücks für das Designer-Outlet-Center. In den Folgejahren bewegte sich das Ergebnis um die schwarze Null herum. 2015 stand am Jahresende auch schon ein Überschuss von rund 5,5 Millionen Euro in den Büchern, 2014 waren es 6,4 Millionen.

Allerdings: Die Stadt schiebt die aufgelaufenen Defizite aus vielen Vorjahren vor sich her. Aber sie haben sich seit 2010 (82,5 Millionen) bis jetzt halbiert (40,6 Millionen).

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen