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Entenrennen : Die Siegerente brauchte 30 Minuten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rekordbeteiligung beim Entenrennen von Round Table / 6000 Enten machten sich auf den Weg über den Teich / Reisegutschein für den Sieger

Neumünster | Die Enten waren los, und mit ihnen war die halbe Stadt auf den Beinen: Zum zwölften Mal lud der Serviceclub Round Table (RT) am Sonntag zu seinem beliebten Entenrennen auf dem Teich – und stellte noch vor dem Start einen neuen Rekord auf: Mit 6000 Rennlizenzen wurden in diesem Jahr noch mal 500 Gewinnchancen mehr als im Vorjahr verkauft . Entsprechend groß war die Zahl der Zuschauer, die das lustige Spektakel vom Ufer aus verfolgten.

„Die letzten Lizenzen gingen noch 40 Minuten vor dem Rennen über den Tisch“, freute sich RT-Präsident Gerrit Juckel über das riesige Interesse an der lustigen Benefizaktion. „Ich glaube, dass noch immer Luft nach oben ist.“

Bevor das eigentliche Rennen startete, durften sich die Zuschauer beim Sponsorenlauf amüsieren. Regeln gibt es keine, und so kommen die Sponsoren alle Jahre wieder auf die drolligsten Ideen, ihren Rennenten Beine zu machen. Insbesondere Motorunterstützung erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Diesmal wollten sich vor allem die Stadtwerke und die Firma Ackrutat PS-stark messen. Beiden Teams wurde jedoch sprichwörtlich der Wind aus den Segeln genommen, denn gleich bei beiden Sponsoren-Enten fielen die Motoren aus. Die Ente der Sparkasse Südhol-stein war es schließlich, die ganz banal mit Hilfe der Strömung als erste ins Ziel einkehrte. Das Geldinstitut spendet damit 1000 Euro an die Kindertafel.

Punkt 15 Uhr stürzten sich die quietschgelben Enten des Hauptrennens in die Fluten des Teichs. Wegen der Bauarbeiten auf der Kieler Brücke mussten die Round Tabler diesmal umdisponieren. Für den großen Radlader war in diesem Jahr kein Platz. Stattdessen kam ein Autokran zum Einsatz. Kranfahrer Frank Schulz bugsierte die mit Enten prall gefüllte Schüttmulde über das Wasser an der Kieler Brücke. Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger gab den Startschuss, und Schulz ließ die Mulde nach vorne kippen, damit die Enten ins Wasser plumpsen konnten. Manches Gummi-Gefieder stellte sich jedoch stur und blieb hartnäckig im Container, sodass die Freiwilllige Feuerwehr mit einem kräftigen Wasserstrahl nachhelfen musste. „Die Ente, die den schlechtesten Start hatte, ist die Siegerente der Sonderverlosung“, tröstete Carsten Kock, der das Rennen gewohnt humorvoll moderierte.

Tausende Menschen, die Enten ins Rennen geschickt hatten, schauten sich das Geschehen an oder liefen am Ufer neben dem Pulk der Enten her. Das Ziel war wie in den vergangenen Jahren die Mühlenbrücke. Dort öffneten die Round Tabler bald das Wehr, damit die Enten Fahrt aufnehmen konnten.

Nach nur 30 Minuten fischten Notar Andreas Kuhn und Steuerberater Holger Grümmer die Gewinner-Ente heraus. Der Lizenz-Inhaber darf sich nun über einen Reisegutschein in Höhe von 2000 Euro freuen.


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erstellt am 28.Sep.2015 | 08:00 Uhr

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