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Waldorfschule : „Die Schule schmiegt sich an das Kind“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 300 Besucher informierten sich am Tag der offenen Tür über das etwas andere Unterrichtskonzept der Waldorfschule.

Neumünster | Mit einem Tag der offenen Tür startete die Freie Waldorfschule am Roschdohler Weg am Wochenende in die Feierlichkeiten zu ihrem 25-jährigen Bestehen. Rund 300 Besucher nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der etwas anderen Schule zu werfen und sich über das besondere Konzept schlau zu machen.

Im großen Saal des Hauptgebäudes verfolgten sie die Monatsfeier, bei der die Klassen ihre aktuellen Klassenarbeiten vorstellten. Neben Eurythmie, einer Gedichtrezitation von Theodor Fontane und gemeinsamem Gesang demonstrierten Schüler der 10. Klasse auch eine Knallgasreaktion, die aktuell Thema im Chemieunterricht ist.

Schüler der vierten Klasse zeigten zusammen mit ihrem Klassenlehrer Gerald Wohlgemuth, wie man Getreide drischt. „In der Unterrichtsepoche Ackerbau pflügen, eggen, säen und mähen wir das Korn. Anschließend werden die Garben gedroschen, die Körner gesiebt, in einer Mühle gemahlen und zu guter letzt Brot gebacken. Die Kinder führen einen Herstellungsprozess vom Anfang bis zum Ende durch.“

Im Info-Café konnten Eltern sich im Gespräch mit Lehrern über die Schule aufklären lassen und in den Klassenräumen sogar Einblick in den praktischen Unterricht gewinnen. Katharina Brandau ist Mutter einer Tochter, die im nächsten Jahr schulpflichtig wird: „Ich möchte mir heute ein Bild machen von der Schule,“ sagte sie, und ihr erster Eindruck fiel offenbar durchaus positiv aus: „Hier herrscht ein ganz liebevoller, warmer Umgang. Bei der Monatsfeier merkte man, dass die Kinder mit Feuereifer dabei sind.“

Björn von Dorum ist Vater von fünf Kindern, drei sind bereits in der Privatschule. Er weiß seine Kinder gut untergebracht: „Die Schule schmiegt sich an das Kind an, hier muss sich keiner hineinpressen. Außerdem haben die Lehrer mehr Zeit. Und der Zusammenhalt unter den Eltern ist stark.“ Dr. Jochen Stegemann, der an der Waldorfschule Chemie, Mathe und Physik unterrichtet, fasst die Pädagogik so zusammen: „Die Kinder sollen sich nach ihren Fähigkeiten entwickeln. Wir wollen nicht den Nutzmenschen, sondern Erziehung zur Freiheit.“

Emil (17) und Henrik (16) gehen beide in die 11. Klasse. Sie haben keine Angst vor ihren Lehrern: „Wir mögen unsere Schule. Die Lehrer gehen gut auf uns ein, wir haben Vertrauen zu ihnen.“
 

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