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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 16:24 Uhr

Einfeld : Die Schule hängt in der Warteschleife

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Politik hat immer noch Fragen / Eine Sondersitzung soll es jetzt richten

von
erstellt am 21.Mär.2015 | 08:30 Uhr

Neumünster | Eigentlich sollten die Mitglieder der am Donnerstag parallel tagenden Ausschüsse für Bau, Planung und Umwelt sowie für Schule, Kultur und Sport die gesperrten Mittel für den Bau der Einfelder Gemeinschaftsschule freigeben. Doch das rund 12 Millionen Euro teure Bauvorhaben steckt vorerst in der Warteschleife fest: Die Politiker haben weiterhin offene Fragen.

Der Antrag der Verwaltung wurde in beiden Ausschüssen einstimmig zurückgestellt. Den Knoten will man nun auf einer gemeinsamen Sondersitzung durchschlagen, zu der auch der Finanzausschuss dazustoßen soll.

Schuldezernent Günter Humpe-Waßmuth erläuterte im Schulausschuss noch einmal die „Gefechtslage“: Einigkeit gibt es in der Feststellung, dass der bauliche Zustand an der Schule nicht mehr tragbar ist und die Gebäude nicht saniert, sondern neu gebaut werden müssen. Allerdings stelle sich die Grundfrage, ob es für das Millionen-Projekt künftig genügend Schüler gebe und die Gemeinschaftssschule zwei- oder dreizügig ausgelegt werden soll. Die Verwaltung plädiert klar für die Variante Dreizügigkeit, in der Bauabteilung für eine konventionelle statt der ebenfalls überlegten Leichtbauweise.

„Aber wir wollen sehen, was da gebaut werden soll“, sagte der Schulausschussvorsitzende Bernd Delfs mit Blick auf negative Überraschungen gerade bei Schulbauten. So gebe es an der Gemeinschaftsschule Brachenfeld ein Behinderten-WC, das nur über eine Außentreppe erreichbar sei, oder einen zu kleinen Fahrstuhl an der Stein-Schule. Delfs: „Wir haben Fragen, die seit Dezember nicht beantwortet wurden.“

Claus-Peter Hillebrand von der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadt sieht den Zeitplan noch nicht in Gefahr. Aber jetzt sei wichtig zu wissen, was gewollt sei, sagte er. Der Bauantrag (für den Neubau der Grundschule) ist eingereicht, im Mai müsste der Bau EU-weit angezeigt werden, damit im Oktober mit dem Bau begonnen werden könne. „Wenn wir jetzt noch große Änderungen bekommen, sind die bisherigen Planungen hinfällig“, so Hillebrand.

Auch im Bauausschuss hagelte es Kritik. Der Ausschuss-Vorsitzende Axel Westphal (SPD) sah keinen Anlass, die Mittel wie gefordert freizugeben, die Bauverwaltung könne auch so weiterplanen. Franka Dannheiser (SPD)fühlte sich „hinter die Fichte geführt“, weil die Bauverwaltung die Politik von Anfang in Richtung konventionelle Bauweise geschoben habe. „Wir wollen konkrete Zahlen sehen, um uns selber ein Bild zu machen.“ Ihr Verdacht: die Verwaltung habe die Modulbauweise mit Leichtbauwänden gar nicht ernsthaft geprüft.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras drängte unterdessen auf eine zügige Entscheidung: Wenn die Ausschreibungen nicht spätestens bis Mai raus seien, werde in diesem Jahr auch nicht mehr gebaut, mahnte der Verwaltungschef.

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