Historische Fotos : Die Schleusau im Wandel der Zeit

1960er-Jahre: Das Bett der Schleusau ist gerade trocken gelegt; vermutlich wurde hier die Betonröhre erneuert. Hinten links steht die Bank für Gemeinwirtschaft, rechts von den Sandhaufen ist der Kleinflecken. Der Fotograf steht an demselben Ort wie auf dem Farbfoto in dieser Bildergalerie.
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1960er-Jahre: Das Bett der Schleusau ist gerade trocken gelegt; vermutlich wurde hier die Betonröhre erneuert. Hinten links steht die Bank für Gemeinwirtschaft, rechts von den Sandhaufen ist der Kleinflecken. Der Fotograf steht an demselben Ort wie auf dem Farbfoto in dieser Bildergalerie.

Vor gut 50 Jahren wurde die Betonröhre zwischen Kleinflecken und Schleusberg erneuert, jetzt verschwindet sie wieder ganz

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20. Oktober 2014, 12:30 Uhr

Neumünster | Neumünster in Schwarz-Weiß: Die Schleusau ist kein richtiger Bach, sondern eine künstlich angelegte Umgehung zur Entlastung des Teichs. Im Laufe der Jahrzehnte hat die Stadt aber viel für sie gebaut.

Die Schwale fließt unter der Kieler Brücke in den Teich und an der Lütjenstraße wieder hinaus. Weil sie in früheren Zeiten oft zu viel Wasser führte, wurde an dem Teichzipfel vor der (heutigen) Stadthalle der kleine Bach Schleusau abgezweigt. Dort, wo jetzt die Fischtreppe ist, „entspringt“ also die Schleusau.

Sie fließt unter der Schleusaubrücke (früher auch „Wasbecker Brücke“) hindurch und dann seit 1910 in eine Betonröhre. Die ist durch die aktuellen Bauarbeiten am Schleusberg jetzt wieder zu sehen und wird nun auf etwa 30 Metern entfernt (der Courier berichtete). In einem großen Bogen mündet die kleine Au auf Höhe der Mühlenhofschule dann wieder in die Schwale.

Die historische Bogenbrücke über die Schleusau vor der Stadthalle wurde 1882 gebaut. 2009 wurde die dem Teich zugewandte Seite freigelegt. Nach Abschluss der aktuellen Arbeiten wird man aber auch die andere Seite der Brücke wieder sehen können. Die Stadt schlägt dann zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Betonröhre war nach Angaben der Stadt schwer beschädigt und hätte dringend repariert werden müssen. Und mit der Hilfe von Landes-Zuschüssen entsteht nun gleichzeitig eine optische Aufwertung vor dem Museum Tuch +Technik.

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