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Grossenaspe : Die Sanierung der Kirche ist schwierig und teuer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In den 1960er-Jahren wurde das Mauerwerk in Großenaspe offenbar unsachgemäß verfugt.

Grossenaspe | An der Katharinenkirche in Großenaspe nagt der Zahn der Zeit. Das Backsteinmauerwerk bröckelt, und so mancher Stein lässt sich einfach aus der Wand herausziehen. Deshalb steht am Eingang des denkmalgeschützten Barockbaus aus dem Jahr 1772 bereits seit Dezember 2014 ein Baugerüst, das die Besucher schützen soll (der Courier berichtete).

Nach mehreren Gutachten von Fachleuten des Denkmalschutzes weiß man zwar mittlerweile, wie der Schaden entstanden ist. Doch eine Lösung zur Sanierung bleibt weiter offen. Fest steht nur eines: Es wird auf jeden Fall teuer.

„Nach den letzten Untersuchungsergebnissen rechnen wir mit Kosten von rund 150 000 Euro. 30 Prozent davon wird wohl der Denkmalschutz der Nordelbischen Kirche übernehmen, den Rest muss die Kirchengemeinde dann aus eigener Kraft stemmen“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Carsten Kröger.

Grund für das marode Mauerwerk sind offenbar unsachgemäße Fugenarbeiten in den 1960er-Jahren. „Dabei hat man die aus Kalkmuschelsand bestehenden, wasserdurchlässigen Fugen aus Kostengründen einfach mit Zementmörtel zugeschmiert. Der lässt aber kein Wasser durch. Dadurch entsteht eine Sperrschicht, die den Stein bei Frost schließlich zum Bersten bringt“, erläuterte Kröger.

In einem Prüffeld wurde deshalb im vergangenen Jahr versucht, das Problem mit zwei verschiedenen Gipsmörteln zu lösen. Doch das Ergebnis war niederschmetternd: Im Bericht habe es dazu geheißen, dass man nicht sagen könne, ob der Stein überhaupt noch zu retten sei, sagte Kröger. Vorgeschlagen wurde darin außerdem, den gesamten Turm alternativ mit Kupfer zu verkleiden. „Über diesen Vorschlag waren wir entsetzt. Deshalb hat der Kirchenvorstand noch einmal eine Prüfung in die Wege geleitet. Wenn der Frost raus ist, wird ein Stück Mauerwerk entnommen und in einer speziellen Bewitterungsanlage an der Universität Bremen untersucht“, sagte er. Die Kosten dafür lägen im fünfstelligen Bereich. Mit einem Ergebnis rechne man Ende April.

„Doch ganz gleich, wie diese Untersuchung ausgeht und für welche Vorgehensweise sich der Kirchengemeinderat dann entscheidet: Die Zementfugen müssen wir auf jeden Fall komplett entfernen, um die Kirche zu retten“, sagte Carsten Kröger abschließend.  

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