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Winterdienst: : Die Salzlager der Stadt sind gut gefüllt

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Straßendienst fühlt sich für den Wintereinbruch gut gewappnet: Wenn’s hart kommt, gehen 78 Mann in die Räumkolonnen

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erstellt am 04.Jan.2016 | 17:34 Uhr

Neumünster | Kommt der Winter doch noch? Seit Neujahr verfolgen die Einsatzleiter im Technischen Betriebszentrum (TBZ) die Wetternachrichten mit erhöhter Aufmerksamkeit. Bei minus 7 Grad könnte eine Regenfront Neumünster am Mittwoch oder Donnerstag die ersten Eistage dieses Winters bescheren – und damit den ersten größeren Wintereinsatz des städtischen Straßendienstes auslösen.

Im TBZ fühlt man sich dafür gut gewappnet: Die Salzlager auf dem Betriebshof an der Niebüller Straße sind randvoll. Rund 800 Tonnen Streusalz, 30 000 Liter Salzlauge, die das Salz besser binden sollen, und derzeit etwa 200 Tonnen feinkörniger Streusand sind in den Lagerhallen gebunkert. Sollte es ganz hart kommen, kann TBZ-Chef Ingo Kühl bis zu 78 Mitarbeiter aus anderen Diensten abziehen und in zwei Schichten auf Tour schicken, um Neumünsters Hauptstraßen und die wichtigsten Querverbindungen in der Stadt schnee- und eisfrei zu halten.

Dazu stehen den TBZ-Mitarbeitern sechs große Räum- und Streufahrzeuge sowie acht kleinere Streuwagen, so genannte Schmalspurfahrzeuge für Rad- und Gehwege, zur Verfügung. Sechs Handkolonnen mit je sechs Mann Besatzung sollen mit Pritschenwagen außerdem dort für klar Schiff sorgen, wo größerer Maschineneinsatz nicht möglich ist.

Trotz dieses Aufwands kann der Winterdienst nicht überall sein: Geräumt und gestreut werden nach festem Plan nur etwa 260 der knapp 600 Straßen- und Wegekilometer in Neumünster. Vorrang haben der Ring, die wichtigsten Ausfallstraßen und Querverbindungen und nicht zuletzt die Straßen, auf denen der städtische Buslinienverkehr gerade auch bei Eis und Schnee möglichst störungsfrei rollen soll. Auch auf Krankenhaus- und Feuerwehrzufahrten, den Zob und den Großflecken haben die Planer im TBZ ein besonderes Augenmerk.

Je nach Wetterlage rücken die ersten schweren Räum- und Streufahrzeuge um 5 Uhr aus. Ziel ist es, zumindest den Ring und die Hauptstraßen um 6 Uhr frei zu haben. „Gegen 8 Uhr sollten wir auf allen Hauptstrecken einmal durch sein“, sagt Einsatzleiter Stephan Waskönig, der den Räum- und Streudienst der Stadt koordiniert.

Auf den Fahrbahnen kommt bei Glatteis ein Gemisch aus Salz und Salzlauge zum Einsatz. Die Lauge soll dabei das Salz auf den Eisflächen halten und verhindern, dass es vom Autoverkehr gleich wieder an den Fahrbahnrand gespritzt wird und damit in der Wirkung verpufft. Das Verfahren soll mithelfen, den Salzeinsatz so gering wie möglich zu halten. Auf den Radwegen wird dagegen aus ökologischen Gründen fast ausschließlich Sand als Streumittel eingesetzt. Bereits seit längerem achtet man im TBZ dabei darauf, dass das Gemisch nicht zu grobkörnig ausfällt und dann möglicherweise zum Reifenkiller wird.

Die Räumpflicht für Gehwege haben in der Regel die Anlieger – von Ausnahmen in der Innenstadt abgesehen (siehe Kasten). Einsatzleiter Stephan Waskönig appelliert vorsorglich schon mal an alle Hausbesitzer, den Schnee von dort nicht einfach auf die Straße zu schieben: „Wenn die Räumfahrzeuge ihn wieder auf den Bürgersteig werfen, hat niemand etwas davon!“

 Räumpflicht der Anlieger

Auf dem Gehweg müssen die Anlieger für schnee- und eisfreie Wege sorgen. Die Räumpflicht gilt von  8 bis 20 Uhr.  Die Streu- und Räumbreite auf Fußwegen sollte mindestens 1,20 Meter betragen. Um Bäume zu schützen, ist die  Verwendung von Streusalz   auf Gehwegen verboten. Die Stadt empfiehlt Sand als Alternative.

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