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Bilanz der Helfer : Die ruhigste Silvesternacht seit Jahren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst verzeichneten weniger Einsätze als im Vorjahr / Wohnwagen und Müll ging in Flammen auf

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Der Jahreswechsel bescherte Feuerwehr und Polizei zwar auch dieses Mal wieder reichlich Arbeit – dennoch gingen die Einsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zurück. Polizeisprecher Sönke Hinrichs nannte die Silvesternacht gestern „die ruhigste seit mindestens drei Jahren“. Von 18 bis 6 Uhr fuhren die Polizisten zu 58 Einsätzen; das waren sieben weniger als vor einem Jahr. Die Feuerwehr rückte zu vier größeren Bränden aus; 2013 waren es noch sechs. Daneben gab es sechs kleinere Feuer. Neun Einsätze weniger verzeichnete auch der Rettungsdienst zwischen 20 und 5 Uhr: Zu 21 Notfällen war der Krankenwagen unterwegs.

Zum ersten Mal schrillten die Alarmglocken am Silvesterabend in der Feuerwache an der Wittorfer Straße bereits gegen 17.40 Uhr. Offenbar ausgelöst durch Silvesterraketen standen auf dem Dach eines Sonnenstudios am Sachsenring 55 mehrere Holzpaletten mit Müll in Flammen. Weil das Gebäude an ein Hochhaus angebaut ist und dadurch die Gefahr bestand, dass das Feuer auf die Wohnungen übergreifen konnte, rückten auch die Freiwilligen Wehren Stadtmitte und Brachenfeld mit aus. Der Ring wurde kurzzeitig voll gesperrt. Die Einsatzkräfte hatten die Flammen dann schnell unter Kontrolle und konnten gegen 18.20 Uhr wieder abrücken.

Nur eine halbe Stunde später brannte es ebenfalls durch eine Silvesterrakete auf dem Dachstuhl des Hauses an der Feldstraße 16. Anwohner hatten die Feuerwehr frühzeitig alarmiert, so dass die Helfer den Brandherd schnell entdeckten und einen größeren Schaden verhindern konnten.

Das neue Jahr war gerade wenige Minuten alt, als mehrere weitere Feuer gemeldet wurden. In der Fehrsstraße brannte ein ausgedienter Wohnwagen vollständig aus. Auch hier war wohl nach Angaben der Polizei ein Feuerwerkskörper die Ursache. Glück hatten die Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Ecke Boostedter Straße / Jungfernstieg. Als ein großer Sperrmüllhaufen neben dem Gebäude in Flammen aufging, begann schon die Wärmedämmung der Hausfassade zu schmelzen. Die Feuerwehr war aber so schnell zur Stelle, dass der Schaden am Gebäude auf einige Quadratmeter beschränkt werden konnte.

Bei der Polizei gab es laut Sönke Hinrichs keine besonders spektakulären Einsätze. „Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Körperverletzungen von 13 auf 8 gesunken. Es wurden zwei statt fünf Sachbeschädigungen angezeigt“, sagte er. Fünf Einsätze fuhren die Beamten wegen Ruhestörung und sieben wegen Streitigkeiten. „Dabei spielte der übermäßige Alkoholkonsum wieder einmal eine besondere Rolle“, so der Polizeisprecher.

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