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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 03:02 Uhr

Grossenaspe : Die Retter steckten im Stau

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erst als „Geisterfahrer“ konnte die Feuerwehr die Unfallstelle erreichen. Vier Menschen wurden verletzt.

von
erstellt am 23.Feb.2016 | 11:00 Uhr

Grossenaspe | Eine riesige Blechlawine schob sich gestern Vormittag ab Großenaspe in Richtung Süden über die Autobahn. Es hatte einen Auffahrunfall gegeben. Weil alle Fahrstreifen blockiert waren, musste die Autobahn sogar voll gesperrt werden, damit die Retter bis zur Unfallstelle vordringen konnten.

Gegen 8.40 Uhr hatte sich der Unfall ereignet. Der Fahrer (35) eines BMW aus Kiel wollte nach einer Panne vom Standstreifen in Fahrtrichtung Hamburg anfahren, achtete aber nicht auf den nachfolgenden Verkehr. Der Fahrer (35) eines Mitsubishi aus Neumünster wich auf den linken Fahrstreifen aus, um einen Auffahrunfall zu verhindern. Ein auf dem Überholfahrstreifen sich nähernder Fahrer (30) eines VW Touran aus Schleswig konnte dem Mitsubishi nicht mehr ausweichen und fuhr auf. In dem Mitsubishi und dem Touran wurden die Fahrer und jeweils ein Beifahrer verletzt, einer wurde schwer verletzt. Der Unfallverursacher blieb unverletzt, sein Fahrzeug unbeschädigt. Die beiden anderen Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Selbst die aus Norden anrückende Feuerwehr Großenaspe und der Rettungsdienst aus Neumünster blieben komplett im Stau stecken, weil aufgrund der verengten Verkehrsführung stellenweise keine Rettungsgasse gebildet werden konnte. Deshalb mussten schließlich Rettungskräfte aus Bad Bramstedt und Kaltenkirchen als „Geisterfahrer“ auf der von der Polizei komplett gesperrten Richtungsfahrbahn Süden anrücken. Weil aus den stark demolierten Fahrzeugen größere Mengen Betriebsstoffe ausgelaufen waren, musste reichlich Bindemittel ausgebracht und der Asphalt langwierig gereinigt werden. Deswegen dauerte der Feuerwehreinsatz lange, und die Autobahn blieb gesperrt. Gegen 10.15 Uhr konnte die linke Spur freigegeben werden. Kurz vor 12 Uhr war die Autobahn wieder komplett freigegeben.  

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