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Einfelder See : Die Retter sind für den Ernstfall vorbreitet

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Einfelder See wachen 13 Rettungsschwimmer über die Sicherheit der Badegäste. Einmal die Woche gibt es eine Großübung.

Neumünster | Es ist ein dramatischer Anblick: Eine junge Frau liegt am Strand des Einfelder Sees, zwei Rettungsschwimmer in leuchtend Rot und Gelb beugen sich über sie und leisten Erste Hilfe. Erinnerungen an die zahlreichen Badeunfälle der vergangenen Wochen werden wach. Aber Entwarnung: Die junge Frau ist bei Bewusstsein, sie lacht sogar. Was eben noch wie ein Unfall aussah, ist nur eine Übung.

13 Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bewachen während den Sommerferien den Strandabschnitt an der Einfelder Schanze. Der 28-jährige Björn Repenning leitet die Wache.

Richtig schlimme Badeunfälle, wie sie an der Ostsee in Dahme, Scharbeutz oder am Sehlendorfer Strand in der Hohwachter Bucht in den vergangenen Wochen passiert sind, gab es in Neumünster zum Glück schon lange nicht mehr. Der letzte schlimme Unfall, an den sich Repenning erinnern kann, liegt schon neun Jahre zurück. Damals war ein 15-Jähriger beim Segeln gekentert und ertrunken.

Diesen Sommer mussten die Rettungsschwimmer nur Pflaster kleben: „Die meisten Verletzungen sind Schnittwunden. Besonders Kinder schneiden sich häufig an den Steinen im Wasser“, erklärt Repenning.

Auf die faule Haut legen sich die Rettungsschwimmer deshalb aber nicht. Einmal die Woche steht eine Großübung auf dem Programm. Dabei spielen einige Rettungsschwimmer Verletzte, und die anderen handeln wie im Ernstfall. Mit dem Rettungsbrett geht es aufs Wasser, der Verletzte wird an den Strand gebracht und dort versorgt. Außerdem gibt es jeden Tag eine kleinere Übung.

Insgesamt sei die Bade-Situation am Einfelder See aber nicht mit der an der Ostsee zu vergleichen. „Das Unfallrisiko ist bei uns geringer. Schließlich gibt es keine großen Wellen oder starken Strömungen im See“, so der Wachleiter. Dennoch rät er Badenden, ihr eigenes Können nicht zu überschätzen.

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erstellt am 08.Aug.2014 | 07:00 Uhr

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