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Holsteinischer Courier

16. August 2017 | 19:43 Uhr

Spektakel : Die Reitelite gibt sich die Ehre

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Heute beginnen die VR Classics in den Neumünsteraner Holstenhallen. Insgesamt geht es um 240 000 Euro Preisgeld. Zehn der besten 18 Dressur-Weltcup-Teilnehmer gehen in der Schwalestadt an den Start.

Das Warten hat ein Ende: Nach intensiver Vorbereitung lockt ab heute das internationale Turnier VR Classics wieder die Reitelite aus 14 Nationen in die Holstenhallen nach Neumünster. Das über 60 Jahre alte Event zählt mit vier Weltranglistenspringen und der sechsten Etappe des Dressur-Weltcups zu den wichtigsten Ereignissen der Hallensaison. Vor allem aber ist es auch der Treffpunkt schlechthin für Pferdesportfans, Reiter und Züchter – die manchmal auch auf ihre Fohlen von einst treffen. So wie Manfred von Allwöhrden. Er feiert ein Wiedersehen mit der Stute Tactik, die vor sieben Jahren in seinem Stall in Grönwohld das Licht der Welt erblickte und jetzt in den Holstenhallen startet.

Das Aufeinandertreffen verdankt von Allwöhrden Denis Lynch. Der Springreiter zählt zu den Top-30 der Weltrangliste und bringt Tactik mit nach Neumünster. „Ich freue mich echt, dass ich sie reiten kann“, sagt der im rheinischen Eschweiler lebende Ire. Er entdeckte die braune Holsteiner Stute in Frankreich bei einem Kollegen und überredete seinen Sponsor Thomas Straumann, die Pferdedame zu kaufen. Nun soll sie sich in der Youngster-Tour in den Holstenhallen beweisen und den Sprung ins Finale am Sonntag schaffen, das vom sh:z präsentiert wird.

„Ich freue mich riesig, dass ich sie wiedersehe“, sagt Manfred von Allwöhrden. Er verkaufte die Tochter seiner Stute S-Cassina einst nach Frankreich. „Eine ganz interessante Mutterstute. Denis hat schon mit mir telefoniert, weil er wissen wollte, ob es noch mehr Nachkommen gibt...“

Neben Lynch treten auch die Top-Springreiter Christian Ahlmann aus Marl, der Olympiazweite Gerco Schröder aus den Niederlanden und sein Teamkollege Maikel van der Vleuten an. Die Große Tour beim Kult-Turnier in Neumünster plant Lynch mit dem Hannoveraner Wallach Lantinus, inzwischen 16 Jahre alt und einst eines der teuersten Pferde der Welt. Lantinus soll nach einer Pause in Neumünster neu durchstarten. Die Konkurrenz aus aller Welt aber ist ähnlich gut aufgestellt, versucht Weltranglistenpunkte zu holen und die Nachwuchspferde gut zu präsentieren. Immerhin werden Preisgelder in Höhe von 240 000 Euro ausgeschüttet, der Löwenanteil davon für die Top-Prüfungen in der Dressur und im Springen.

Heute beginnt das Reitturnier mit der ersten Dressurprüfung der kleinen internationalen Tour – und die Weltcup-Prüfungen sind geradezu erstklassig besetzt. Mit Titelverteidigerin Helen Langehanenberg (Billerbeck), Isabell Werth (Rheinberg) und Fabienne Lütkemeier (Paderborn) ist fast die gesamte Gold-Equipe der Europameisterschaften 2013 in den Holstenhallen am Start. Die Konkurrenz für diese zum 28. Mal in Neumünster stattfindende Weltcup-Qualifikation ist groß. Allein zehn der besten 18 Weltcup-Teilnehmer gehen auf Punktejagd, insgesamt dürfen nur 18 Teilnehmer beim Weltcup-Finale in Lyon antreten. Der Weg dorthin führt offenkundig über Neumünster.

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erstellt am 12.Feb.2014 | 07:00 Uhr

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