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Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 08:08 Uhr

Groß Kummerfeld: : Die Poststelle schließt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Post sucht einen neuen Standort. Mühlenstraße: Absage für die 30er-Zone.

Grossharrie | Die Poststelle in Groß Kummerfeld wird zum 30. November geschlossen. Das wurde auf der Sitzung der Gemeindevertretung vorgestern Abend bekannt. Bürgermeister Jörg Wrage (CDU) erklärte, dass die Postfiliale, die zurzeit im Hofladen der Familie Nero, Neue Koppel 6, angesiedelt ist, dicht gemacht wird.

„Wir werden den Hofladen Ende November schließen, um uns zukünftig mehr auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren. Damit einher geht dann logischer Weise auch die Aufgabe der Postfiliale“, erklärte Jörg Nero auf Anfrage. Die Filiale war fünf Jahre lang bei den Neros eingerichtet. Bis auf das Geschäftsgebiet der Postbank konnten die Kunden hier alle Leistungen in Anspruch nehmen. „Die Zusammenarbeit mit der Post lief immer gut. Heute sind die Abläufe ja auch alle systemgestützt. Ebenso wurden regelmäßig Schulungen angeboten“, berichtete Jörg Nero abschließend. „Ein neuer Standort wird von der Deutschen Post gesucht. Und wir hoffen, dass sich zeitnah eine Möglichkeit findet, diese Dienstleistung weiterhin vor Ort zu halten“, sagte Bürgermeister Wrage.

Dann ging es um die Verkehrssicherheit. Der Vorsitzende des Bau-, Wege- und Umweltausschusses, Udo Panje (FWG), teilte mit, dass der Kreis die Eingaben der Gemeinde zur Verkehrssicherung der Mühlenstraße in Kleinkummerfeld (K102) ein weiteres Mal abgelehnt hat. Dies gelte sowohl für die 30er-Zone im Bereich der Bushaltestelle in Kleinkummerfeld als auch für die 70er-Zone zwischen den Ortsteilen Kleinkummerfeld und Kleinkummerfeld-Bahnhof.

Ebenfalls abgelehnt wurde die Versetzung des Ortsschildes, das die 50er-Zone zur Bushaltestelle vergrößern sollte. Begründet habe die Verkehrsaufsicht ihre Entscheidung mit der zu geringen Anzahl an Unfällen, berichtete Udo Panje. Nichtsdestotrotz werde sich der Ausschuss weiterhin mit dieser Thematik beschäftigen.

Zum gewünschten Fahrradweg an gleicher Strecke erklärte der Ausschussvorsitzende, dass der Antrag dazu beim Kreis gestellt werden müsse. „Als Voraussetzung müsste die Gemeinde dafür jedoch unter anderem ab Fahrbahnrand mindestens 6,25 Meter Privatgrund ankaufen. Denn rechtlich vorgegeben ist die Breite des Fahrradweges mit 2,5 Metern. Dazu kommen noch einmal 1,75 Meter als Abstand zur Fahrbahn sowie zwei Meter Abstand zur nächsten Bebauung“, erklärte er. Der Ausschuss will in dieser Sache nun zunächst die Kosten schätzen lassen.

Enttäuscht über diese Nachrichten zeigte sich nach der Sitzung insbesondere die Anwohnerin Marlies Möller. „Seit 20 Jahren kämpfe ich schon für diese Sache. Im Juni hatte ich noch einmal eine Unterschriftensammlung gestartet, bei der 60 Haushalte unterschrieben haben. Die Autos jagen die Fahrradfahrer, zu denen auch viele Kinder gehören, auf dieser Strecke praktisch in den Graben. Und an der Bushaltestelle ist es ebenso gefährlich. Ich finde die Argumentation des Kreises einfach nur verantwortungslos“, empörte sie sich.

Von den Gemeindevertretern beschlossen wurde außerdem der neue Konzessionsvertrag mit den Stadtwerken Neumünster (SWN) über die Nutzung der gemeindlichen Fläche zur Trinkwasserversorgung. Als Konzessionsabgabe werden hier zukünftig rund 20 000 Euro jährlich in die Gemeindekasse fließen.

Genehmigt wurden die außerplanmäßigen Ausgaben in Höhe von 19 000 Euro. Die einhellige Zustimmung der Gemeindevertreter fand ebenfalls die Wahl des neuen Groß Kummerfelder Ortswehrführers, Jan Hauschildt (der Courier berichtete).

Fest steht jetzt auch, dass das 875-jährige Bestehen der Gemeinde im kommenden Jahr gefeiert werden soll. Einzelheiten zum Jubiläumsfest sollen nun mit den örtlichen Gremien besprochen werden.  


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