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Neumünster : Die Polizei sucht einen Feuerteufel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vier Mal brannte es in der Nacht zu Montag in der Innenstadt von Neumünster. Die Tatorte liegen alle dicht beieinander.

von
erstellt am 19.Aug.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Die Erinnerung an die Serie von Brandstiftungen in Schleswig kommt sofort hoch: Eine ähnliche Serie von vier Fällen hat in der Nacht zu Montag Feuerwehr und Polizei in der Innenstadt von Neumünster in Atem gehalten – wenn auch keine Häuser brannten. Zwischen Bahnhof und Jugendspielplatz standen dreimal Mülltonnen und Altpapiercontainer in Flammen; einmal wurde Papier vor der Haustür eines Mehrfamilienhauses angezündet. Gerade dieser Fall bereitet der Polizei besondere Sorgen.

Der erste Notruf erreichte die Einsatzkräfte gegen 23.20 Uhr. Anwohner hatten an der Ecke Augusta-/Moltkestraße brennende Zeitungen in einem Hauseingang entdeckt. Als die Berufsfeuerwehr eintraf, war die Tür bereits angeschmort. Zwar konnten die Flammen schnell gelöscht werden, dennoch stuft die Polizei die Situation durchaus als gefährlich ein. „Das hätte anders ausgehen können, wenn sich der Brand anders entwickelt hätte oder später entdeckt worden wäre“, erklärte Pressesprecher Sönke Hinrichs. Immerhin befanden sich in dem Haus zu nachtschlafender Zeit Menschen.

Nur eine Viertelstunde später dann das nächste Feuer: Um 23.35 Uhr brannte ein Altkleidercontainer an der Ecke Sedan- /Rendsburger Straße. In dem Metallbehälter verkohlten Schuhe und Kleidung. Um 23.50 Uhr entdeckten Polizeibeamte, die wegen der Brände in dem Bereich unterwegs waren, mehrere brennende Mülltonnen und Altpapierbehälter am Röhrenweg. Mancher Container zerschmolz bis zur Unkenntlichkeit. Lediglich wenige Metallteile der Räder und bunte Plastiklachen sowie der schwarze Unrat blieben nach den Löscharbeiten zurück.

Fünf Minuten nach Mitternacht dann der vorerst letzte Fall: Diesmal brannte erneut ein Altkleidercontainer an der Sedanstraße, allerdings diesmal direkt an der Ecke zur Carlstraße vor Haus Nummer 2, kurz vor dem Jugendspielplatz.

Den Schaden aus der Brandserie schätzen die Ermittler auf rund 1000 Euro. Verletzt wurde durch die Feuer niemand. Die Polizei geht aufgrund „der zeitlichen und örtlichen Nähe“ zurzeit von einem Täter beziehungsweise einer Tätergruppe aus. Die Ermittlungen dauern an. Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. 04321-9450.

Einen Zusammenhang mit einer Brandstiftung vom vergangenen Freitag in Faldera sehen die Ermittler zurzeit nicht. „Dafür gibt es keine Ansätze“, erklärte Hinrichs. In der besagten Nacht war an der Ecke Wernershagener Weg / Flensburger Straße  ein Auto angezündet worden.

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